«Es sind noch 21 Punkte zu vergeben, da ist noch alles möglich», sagt ein enttäuschter, aber noch nicht resignierender Reto Waldmeier nach der Partie. Der Trainer des EHC Basel/KLH weiss wie alle anderen Beteiligten auch, dass gegen die Berner Oberländer Punkte dringend nötig und anhand des Spielverlaufs aber auch absolut realistisch und verdient gewesen wären. «Doch am Ende hat es uns wieder einmal an Routine und Cleverness gefehlt, um auf etwas Zählbares zu kommen», meint der Basler Flügelstürmer Pascal Mäder.

Trotzdem ist im Vergleich zum Beginn der Saison – wenn auch die bisherige Punkteausbeute alles andere als satt ist – eine klare Aufwärtstendenz punkto Tempo und Spielabläufe deutlich sichtbar.

Es war auch nicht die erste Begegnung, in welcher das Regio-Team mehr als nur mithalten konnte, am Ende jedoch mit leeren Händen dasteht. «Oft zeigen wir gegen Mannschaften, die auf dem Papier eigentlich stärker einzustufen sind als wir, zwei Drittel lang eine gute Leistung, brechen dann aber oft im letzten Abschnitt ein», sagt Mäder, welcher auch eine Lizenz bei den EHC Basel Sharks in der National League B hat, von gewissen Verantwortlichen jedoch konsequent übersehen wird.

Auch das Spiel gegen die Thuner ist 56 Minuten lang ein torloses Kräftemessen auf Augenhöhe mit leichten Vorteilen für das RegioTeam. Die Basler machen den physisch präsenteren Eindruck und treffen auch mehrmals die Torumrandung. Doch dann kassiert der EHC innerhalb einer halben Minute zwei genickbrechende Gegentore, von denen man sich nicht mehr erholt. Den Anschlusstreffer durch André Dintheer können die Basler zwar noch bewerkstelligen, zu mehr reicht es jedoch nicht. «Es fehlt uns schlichtweg an 1.-Liga-Erfahrung, um ein solches Spiel auch mal zu unseren Gunsten zu entscheiden», sagt Waldmeier.

Tatsächlich könnte diese mangelnde Routine gepaart mit fehlender Cleverness und Spielerqualität den Baslern den Klassenerhalt kosten. Man hat nun noch ein Spiel in der unteren Masterrunde und anschliessend noch sechs Partien in der Abstiegsrunde, in welcher man den Gang in die 2. Liga zu verhindern versucht. Da es dort bestimmt aufstiegsgewillte Klubs gibt, kann man sich nicht darauf verlassen, dass man am grünen Tisch die Klasse halten kann. «Wir sind letztes Jahr sportlich aufgestiegen und würden auch sportlich wieder absteigen», sagt Waldmeier. Der EHC-Coach fügt jedoch hinzu, dass noch nichts entschieden sei und man sich bis zur letzten Sekunde gegen die Relegation in die 2. Liga wehren werde.