Die Sportler erlebten die Wettkämpfe vor einer enormen Kulisse, welche im Juniorenbereich kaum zu übertreffen ist. Nicht jeder Sportler des Schweizer Junioren-Nationalteams konnte eine solche Erfahrung gut verarbeiten. Für den Schwimmer des SC Liestal, Manuel Leuthard, war dieses fantastische Ambiente besonders motivierend. Im Aquatic Center von Baku bestätigte Leuthard in seinen Rennen, dass er für diese Europaspiele gut vorbereitet war. 

Am Dienstag, dem ersten Tag der Schwimmwettkämpfe, schwamm der Frenkendorfer als Einstieg über 50 Meter Delfin, um anschliessend in der 4x100 Meter Freistil-Staffel als zweiter für das Schweizer Team ins Wasser zu springen. Nach dem ersten Wechsel lag das Schweizer Quartett deutlich hinter den anderen Mannschaften zurück. Leuthard konnte mit einer guten Zeit einiges an Rückstand wett machen.

Wenig fehlte zum Schweizer Rekord

Am Mittwochmorgen im Einzelrennen über 100 Meter Freistil beendete er die Strecke in einer Zeit von 52,03 Sekunden. Dies ist gleichbedeutend mit der zweitschnellsten Zeit, die ein 17-jähriger Schweizer je geschwommen ist in dieser Disziplin. Im europäischen Vergleich in Baku bedeutete diese Zeit Platz 42, bei einer enormen Leistungsdichte. Das verdeutlicht, welches Niveau schon in diesem Alter erforderlich ist, um Finalchancen zu haben. Als Startschwimmer der 4x100 Meter Mixed-Staffel im Freistil gelang ihm die Bestätigung für die Leistung aus dem Einzelrennen, indem er nur unwesentlich langsamer kraulte wie kurz zuvor.

Am Donnerstag in der 4x200 Meter Freistil-Staffel schwamm Leuthard auf dem dritten Wechsel und erreichte mit der Mannschaft den 10. Schlussrang. Tags darauf konnte er bei 200 Meter im freien Stil, mit einer taktische klugen Leistung und einem guten Endspurt, eine persönliche Bestzeit von 1 Minute 56,12 Sekunden aufstellen. Am Samstag konnte er über 50 Meter Freistil seine Bestzeit, die er in Genf aufgestellt hat, knapp nicht unterbieten.

Seinen letzten Start hatte Leuthard als Schlusswimmer der 4x100 Meter Lagen-Staffel, bei der er eine gute Leistung zeigte. Diese nützte dem Team schlussendlich nicht viel, da es auf Grund einer nicht korrekt ausgeführten Wende des Brustschwimmers, disqualifiert wurde.