«Ich bin sehr zufrieden. Meine Mannschaft hat verdient einen Gegner bezwungen, der meiner Einschätzung nach am Ende der Saison weit oben stehen wird», bilanzierte Raphael Wicky. Am meisten freute den Basler U21-Trainer, «dass sich das Team für die gute Leistung belohnt hat». 

Der Lohn liess allerdings trotz guter Anfangsphase etwas auf sich warten. Die Gäste schienen sich im Verlaufe der Partie immer besser auf den FCB-Nachwuchs einzustellen, auch wenn Nicolas Hunziker zu grossen Chancen kam (31., 44.).

Als Brühl-Verteidiger Sead Jakupovic nach 39 Minuten mit Gelbrot vom Platz musste, lagen die Vorteile bei Rotblau – zumindest scheinbar. «Auch wenn man es 100 Mal sagt: Es ist eine psychologische Angewohnheit, in Überzahl etwas weniger zu machen», erklärte Wicky die Tücken der numerischen Überlegenheit und stellte seine Elf in der Pause auf ein Geduldspiel ein.

Glück nach dem Wechsel

Der FCB-Trainer sollte recht behalten, denn nach dem Seitenwechsel tat sich das Heimteam eine Viertelstunde lang sehr schwer und hatte Glück, dass Michael Scherrers fulminanter 25-Meter-Schuss ins Feld zurücksprang, nachdem er beide Innenpfosten getroffen hatte. Doch Neftali Manzambi setzte dem Geduldspiel schliesslich in der 61. Minute ein Ende, als er aus 16 Metern via Innenpfosten flach das 1:0 erzielte. Hunziker (66.) und Dereck Kutesa (74.) erhöhten die Führung, ehe Mehmet Gaye fünf Minuten vor Schluss per Heber der Brühler Ehrentreffer gelang.

«Es war ein guter Match von uns, auch wenn wir zur Pause mindestens 2:0 vorne liegen müssen», urteilte Kutesa, dem sein erster Treffer im Basler Dress gelungen war. Der junge Genfer versucht, nach neunmonatiger Verletzungspause wieder auf sein Top-Niveau zu kommen. «Es wird mit jedem Spiel besser», findet der Offensivspieler, der zum Kader der ersten Mannschaft gehört und mit ihr trainiert. Einen Zeithorizont, wann er sein Pflichtspieldebüt im «Eins» geben wird, kann der Ex-Servettien allerdings noch nicht nennen. «Für dieses Ziel gebe ich täglich 100 Prozent, doch am Ende entscheidet der Trainer.»