In der vergangenen Hallensaison katapultierte sich Marco Thürkauf mit einem Sprung auf 7,04 Meter in den Kreis der Schweizer Weitsprung-Elite. Diesen Fortschritt möchte er nun in der Freiluft-Saison bestätigen. Die Eindrücke beim Riehener Eröffnungsmeeting vom 29. April, als er unter guten Bedingungen 6,66 Meter weit sprang, und nun am Basler 1.-Mai-Meeting auf der Schützenmatte, wo er im Dauerregen auf 6,49 Meter kam, stimmen ihn zuversichtlich. «Ich habe mit meinem Trainer Matthias Müller in den letzten Wochen an der Schnelligkeit und Athletik gearbeitet.

Die ersten Wettkämpfe zeigen mir nun, dass die Voraussetzungen stimmen», sagt der Athlet des TV Riehen. Was bisher fehle, sei die Umsetzung der Technik. Erstens treffe er den Balken noch nicht ideal – mehrmals hatte er sehr gute Versuche, die er knapp übertrat – und andererseits springe er zu wenig in die Höhe. Wenn dann der Absprungwinkel stimme, komme auch die Weite.

«Mein Ziel ist es, stabil über 7 Meter zu kommen und eine Weite von 7,20 Metern zu erreichen», sagt der Riehener. Damit hätte er gute Chancen auf eine Medaille an den U23-Schweizer-Meisterschaften von Ende August in Basel und auf einen Finalplatz an den Elite-Schweizer-Meisterschaften Anfang August in Zug. In der Schweizer Elite möchte er sich längerfristig etablieren und auch über 200 Meter Gas geben. In Basel lief der 20-jährige Biologiestudent, in seiner Serie nicht gefordert, in 36,19 Sekunden eine persönliche Bestzeit.

Viele prominente Abwesende

Schneller auf dieser Distanz war gestern nur noch der bald 16-jährige Mittelstreckler Ryan Wyss (LC Fortuna Oberbaselbiet), der einen überzeugenden Tempotest unternahm. Mit Carlos Kouassi (Old Boys), der die 100 Meter in 11,34 Sekunden lief und 6,23 Meter weit sprang, stellte ein weiterer hoffnungsvoller U18-Athlet aus der Region seine gute Verfassung unter Beweis.

Der frühe Zeitpunkt und vor allem auch das nasskalte Wetter hielten viele hochkarätige Athletinnen und Athleten von einem Start ab. Der Riehener Sprinter Silvan Wicki und 400-Meter-Spezialistin Simone Werner, beide von den Old Boys, verzichteten kurzfristig, um heute bei besseren Bedingungen in Lausanne an den Start zu gehen.

OB-Weitspringer Christopher Ullmann, der im Winter die Qualifikation für die Hallen-EM nur hauchdünn verpasst hatte, geht nochmals ins Trainingslager. Er fühle sich noch nicht bereit für einen Ernstkampf und war dafür als Kampfrichter auf dem Platz. Auch der Arlesheimer Stabhochspringer Marquis Richards, EM-Teilnehmer von Zürich, geht in den kommenden Tagen nochmals ins Trainingslager, bevor er in die neue Saison einsteigt.