1. Marek Suchy muss beim FCB bleiben

Der Torschütze zum 1:1 war gegen Lugano der Mann des Spiels. Doch der Vertrag des Captains läuft im Sommer aus. Noch hat sich Marek Suchy nicht mit FCB-Sportchef Marco Streller auf einen neuen Vertrag einigen können. Die Gespräche laufen. Marek Suchy will sich erst konkret äussern, wenn eine Entscheidung gefallen ist. Lange dürfte er die FCB-Fans nicht mehr warten lassen.

Das Tor zum 1:1 gegen Lugano durch Marek Suchy:

FCB-Lugano 1:1, 28. Spieltag 18/19

   

Fakt ist: Seit Marek Suchy nach seinem Achillessehnenriss wieder zurück ist, spielt er besser denn je. Marcel Koller lobte jüngst seine Erfahrung und Aggressivität in den Zweikämpfen. Der Trainer weiss, dass es auch an Suchy liegt, dass der FCB im Jahr 2019 noch ungeschlagen ist. Mit Suchy kassiert Rotblau in dieser Saison in 15 Spielen 19 Gegentore (1,27/Spiel). Ohne den Captain geb es in 19 Spielen 32 Gegentore (1,68/Spiel). Kein Wunder also, dass Koller öffentlich zugibt, dass er gerne weiter mit dem Tschechen zusammen arbeiten würde. Doch weil es für den 31-Jährigen wahrscheinlich der letzte grosse Vertrag der Karriere sein dürfte, muss für Suchy am Ende alles stimmen. Natürlich auch das Gehalt.

Marek Suchy kam im Januar 2014 von Spartak Moskau zum FCB. Seitdem hat er 215 Mal das FCB-Trikot getragen. Als Profi hat er für keinen Klub öfter gespielt. Auch seine Familie fühlt sich in Basel sehr wohl, weshalb es eigentlich keinen offensichtlichen Grund gibt, den FCB jetzt zu verlassen. Alles andere als eine Vertragsverlängerung wäre doch eine grössere Überraschung.

2. Die Spannung lässt doch nach

Vor dem Spiel gegen Lugano wurde Marcel Koller gefragt, wie er die Spannung in der Mannschaft trotz langweiliger Tabellensituation hochhalte. "Haben Sie einen Spieler gesehen, der die Spannung verloren hat?", so die rhetorische Antwort des FCB-Trainers. 

Tatsächlich war den FCB-Spielern in den letzten Wochen nicht anzumerken, dass es in der Liga nur noch auf die goldene Ananas geht. "Alle wollen spielen und wollen sich im Training und an den Matches anbieten", erklärt Fabian Frei. Doch gegen Lugano zeigten zumindest die ersten 45 Minuten, dass doch nicht alle beim FCB zu 100 Prozent da waren. Fehlpässe, anderweitige Ungenauigkeiten und ein behäbiger Aufbau sorgten dafür, dass der FCB in Halbzeit 1 nicht einen Schuss aufs Tor brachte.

Mit Eder Balanta und Zdravko Kuzmanovic auf der Sechs und Samuele Campo auf der Zehn fehlte es dem FCB an Geschwindigkeit. Lugano fiel es deshalb leicht, die zahlreichen FCB-Angriffe zu verteidigen. Das Resultat: Nur drei einigermassen gefährliche FCB-Torchancen und nur ein Tor. Am kommenden Samstag gegen GC dürften die FCB-Spieler wieder etwas motivierter sein, denn schliesslich könnte es zumindest für ein Jahr der letzte Auftritt der abstiegsbedrohten Hoppers im Joggeli sein.

3. YB kann so früh Meister werden wie noch nie

Während der FCB sich gegen Lugano abmühte, fegte ein Berner Sturm über den FC Thun. 5:1 hiess es am Ende für YB, das in der Tabelle trotz eines Spiels weniger 20 Punkte Vorsprung hat. Damit haben es die Berner in der eigenen Hand. Mit einem Sieg im Nachholspiel in Luzern am Mittwoch und einem weiteren Dreier am Sonntag beim FCZ holt sich YB aus eigener Kraft schon am kommenden Wochenende die Schale und damit so früh wie noch kein Schweizer Klub jemals. 

Den bisherigen Rekord hält der FCB. Der wurde in der Saison 16/17 nach dem 30. Spieltag Meister. Damals war das am 28. April. Sollte Basel am Samstag nicht gegen GC gewinnen, werden die Berner - solange sie am Mittwoch gegen Luzern gewinnen - sogar auf dem Sofa zum Meister. Auch in Sachen Zuschauerschnitt hat YB den FCB am vergangenen Wochenende überholt.

Die kompletten Highlights vom Lugano-Spiel im  Video:

FCB-Lugano 1:1, 28. Spieltag 18/19

   

Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: