Badminton

Marion Grubers doppeltes Heimspiel

Die Baslerin Marion Gruber (r.) im Doppel gegen Schottland zusammen mit Sabrina Jaquet.Sven Heise

Die Baslerin Marion Gruber (r.) im Doppel gegen Schottland zusammen mit Sabrina Jaquet.Sven Heise

Die 28-jährige Baslerin geniesst ihren Auftritt an den Team-EM in der St. Jakobshalle. Für den Badminton-Sport hat Gruber ihr Arbeitspensum gar auf 60 Prozent gesenkt.

Für Marion Gruber sind die derzeit in der Basler St. Jakobshalle stattfindenden Badminton-Team-Europameisterschaften ein Heimturnier im doppelten Sinne. Die 28-jährige Baslerin geniesst ihren Auftritt in ihrer Heimatstadt in vollen Zügen: «Für mich hat das Turnier deshalb auch einen hohen Stellenwert», sagt Gruber, die seit ihres Sport- und Wirtschaftsstudiums in Bern lebt und arbeitet. Zwei Einsätze im Doppel – zwei Punktgewinne für das Schweizer Team. So lautet die bisher eindrückliche Bilanz von Gruber, die in der Interclub-Meisterschaft für das NLA-Team SC Uni Basel spielt.

Arbeitspensum gesenkt

Auf die laufende Saison hin hat Gruber ihr Arbeitspensum auf 60 Prozent gesenkt, um mehr Zeit fürs Training zu haben. «Ich wollte unbedingt bei den Team-EM in meiner Stadt dabei sein», sagt sie. Zudem habe ihr der Sport gefehlt, als sie in der vergangenen Saison nach Abschluss ihres Studiums ein 100-Prozent-Arbeitspensum angenommen und entsprechend weniger trainiert habe.

Gruber geniesst die Team-EM auch aufgrund der speziellen Konstellation: «Team-Events sind immer etwas Besonderes. Schon alleine durch die Teamkolleginnen ist die Unterstützung in der Halle sehr gross», sagt sie. Kommt hinzu, dass sie hier in Basel auch von ihrer Familie und Freunden vor Ort Support erhält. Von der Interclub-Meisterschaft her ist es sich Gruber gewöhnt, in gemischten Teams zu spielen. Trotzdem stört es sie nicht, dass das Turnier mit geschlechtergetrennten Teams durchgeführt wird. «Die Stimmung bei uns ist sehr gut.» Das ist auch nicht ganz unerheblich, denn während der EM wohnen die Spielerinnen zusammen im Hotel. «Das stärkt den Zusammenhalt. Es ist schon etwas anderes als die Interclub-Spiele, wo man zusammen trainiert und sich dann für die Spiele wieder trifft.»

Gedanken über die Zukunft

Zum Ende der laufenden Saison will sich Gruber dann Gedanken machen, wie es mit ihrer Karriere weitergehen soll. «Irgendwann stellt sich schon die Frage, wie lange man diese Kompromisse eingehen will», sagt sie. Ans Aufhören denkt sie aber nicht: Sie will ganz sicher weiterhin NLA spielen. «So alt bin ich ja noch nicht. Wenn der Körper mitmacht, sollte es bis Mitte 30 möglich sein», sagt sie und lächelt verschmitzt. Bis dahin hat die 28-Jährige noch etwas Zeit.

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