Volleyball
Markige Worte, keine Taten: Sm’Aesch verliert Duell um Rang 3

Die NLA-Frauen von Sm’Aesch Pfeffingen verlieren die dritte und entscheidende Partie um Rang 3 gegen Neuchâtel UC deutlich mit 0:3. Dennoch dürfen die Baselbieterinnen auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken.

Paul Ulli
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Sm’Aesch Pfeffingens Mira Todorowa (rechts) schraubt sich gegen den Block von Neuchâtel UC in die Höhe.

Sm’Aesch Pfeffingens Mira Todorowa (rechts) schraubt sich gegen den Block von Neuchâtel UC in die Höhe.

Uwe Zinke

Nachdem Sm’Aesch Pfeffingen am Samstagabend den absolut möglichen zweiten Sieg in der Best-of-3-Serie gegen die Neuenburgerinnen in heimischer Halle vergeben und damit den vorzeitigen Gewinn von Bronze verpasst hatte, wollten die Baselbieterinnen gestern reagieren und zeigten sich kampf- und siegeswillig: «Wir haben am Samstag sehr unglücklich gekämpft und dem Gegner zu viele Punkte geschenkt. Auch mir persönlich lief es nach meiner Einwechslung nicht wirklich nach Wunsch. Heute wollen wir es besser machen und mit den Big Points den Sieg und damit den dritten Platz holen», sagte die erst 16-jährige Zukunftshoffnung Maja Storck vor dem Spiel.

Doch den markigen Worten liessen die Baselbieterinnen vor allem im Startsatz keine Taten folgen. Zu einfach kamen die favorisierten Neuenburgerinnen um Topskorerin Kathleen Luft und die immer wieder erfolgreiche Finten einstreuende Passeuse Megan Cyr (Kanada) zu ihren Punkten. Und wenn dann auch noch ihre Landsfrau Marisa Field gegen einen schwach verteidigenden Gegner punktet, sind die Chancen auf den Satzgewinn minimal. So war es dann auch. Die Gäste konnten einen früh eingehandelten Rückstand nicht mehr korrigieren und gingen mit 14:25 richtiggehend unter.

Jovana Gogic genügt nicht

Im zweiten Satz sahen dann die fanatischen Zuschauer in der Neuenburger Riveraine-Halle ein ganz anderes Sm’Aesch Pfeffingen. Mit der Einwechslung von Storck und der routinierten Laura Tschopp kam sofort mehr Schwung ins Spiel der Gäste. Eine rasche 7:2-Führung liess noch einmal Hoffnung aufkommen. Doch genau in dieser Phase versagte, leider einmal mehr in dieser Saison, Zuspielerin Jovana Gogic. «Es hat sich gezeigt, dass die 21-jährige Serbin einfach zu schwach ist, um auf diesem Level spielen zu können», lautete das harte, aber sicher zutreffende Verdikt von Chefcoach Timo Lippuner.

Auf das 7:8 beim ersten technischen Timeout wussten die Baselbieterinnen keine Antwort mehr. Zwar blieb der Spielstand bis zum Satzende immer relativ knapp und Maja Storck avancierte sogar zur besten Spielerin, doch ändern am 0:2-Satzrückstand konnte auch die Diagonalangreiferin nichts mehr. Der dritte Satz war dann für die mit viel Erfahrung ausgestatteten Gastgeberinnen nur noch Formsache und die Bronzemedaillen gingen letztlich verdient an die Neuenburgerinnen.

Präsident Schmids Enttäuschung

Nach der verlorenen Partie zeigte sich Sm’Aesch Pfeffingens Präsident Werner Schmid zwar leicht enttäuscht, gab sich aber versöhnlich: «Unser Saisonziel war das Erreichen der Finalrunde der besten sechs Teams. Jetzt konnten wir sogar um die Medaillen spielen. Das werte ich als klaren Erfolg. Mit etwas mehr Routine auf der Zuspiel- und Aussenposition wird das Team seinen Weg in den nächsten Jahren ganz sicher machen.» In diesem Sinne dürfen sich die Sm’Aesch-Pfeffingen-Fans also schon jetzt auf die neue Saison freuen.