FC Basel

Matchwinner Kemal Ademi: «Ich wusste, dass irgendwann mein Moment kommt»

Kemal Ademi freut sich riesig über sein heutiges Tor gegen Sion.

Kemal Ademi freut sich riesig über sein heutiges Tor gegen Sion.

FCB-Stürmer Kemal Ademi spricht nach dem 2:0-Sieg gegen den FC Sion über seine lange Tor-Flaute und seinen Entscheid, für die Schweiz zu spielen.

Kemal Ademi, Sie waren der Dosenöffner in einem Spiel, in dem es nur in eine Richtung ging, der FC Basel aber sehr lange auf ein Tor warten musste. Wie haben Sie Ihr 1:0 in der 86. Minute erlebt?

Kemal Ademi: Dafür hat mich der FC Basel ja geholt: Damit ich Tore mache. Ich freue mich riesig, dass ich jetzt wieder einmal treffen konnte und wir mit diesem Sieg den Anschluss an YB und St. Gallen wahren können.

Sie mussten lange von draussen zuschauen. Wie stark haben Sie mitgelitten?

Es war schlimm. Ich habe gesehen, wie meine Mannschaft mit der Zeit auch den Kopf etwas hängen liess, weil der Ball einfach nicht rein wollte. Als ich dann rein kam und meine erste Chance – den Kopfball – nicht so gut verarbeiten konnte, wusste ich dennoch, dass noch eine weitere Möglichkeit kommen wird. So ein Spiel kann man auch einfach nicht aus der Hand geben. Wir müssen jeden Punkt mitnehmen. Oder besser immer alle drei Punkte, um an der Spitze dran zu bleiben.

Ist es ein umso schöneres Gefühl in einem solchen Spiel dann zu treffen, wo es lange einfach nicht klappen will?

Es freut mich. Ich habe gelesen, dass mein letztes Tor im November war. Ich habe auch nicht mehr so viel gespielt in letzter Zeit. Aber das ist jetzt alles egal.

Sie sprechen es selber an, dass Sie lange nicht getroffen haben. Haben Sie mit der Zeit angefangen, sich den Kopf zu zerbrechen?

Nein. Aber ich wurde öfters darauf angesprochen. Denn es wurde ja viel geschrieben. Aber ich wusste, dass ich nur auf dem Platz zeigen kann, dass es auch anders geht. Das ist mir jetzt gelungen. Ich bin einfach froh, habe ich meiner Mannschaft drei Punkte schenken können.

Haben Sie sich auch nie Druck aufgesetzt, endlich wieder treffen zu müssen?

Ich hatte keinen Druck. Ich wusste, dass irgendwann wieder mein Moment kommen wird.

Sie kamen als zweite Spitze ins Spiel und man merkte, dass Sie und Cabral auch zusammen spielen können.

Was Aufstellungen angeht, müssen Sie den Trainer fragen. Er ist der Chef. Ich bin einfach hier, um meinen Job zu machen.

Letzte Woche wurde vermeldet, dass Sie für die Schweiz spielberechtigt sind. Haben Sie sich definitiv für die Schweizer Nati entschieden?

Ja. Sonst hätten wir diese knapp fünf monatige Prozedur nicht absolviert.

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