Orientierungslauf

Meier und Roggo überzeugen an Junioren-WM im Orientierungslauf

Andrea Roggo an der OL-WM. ZVG

Andrea Roggo an der OL-WM. ZVG

Der Baselbieter Christoph Meier und Andrea Roggo aus Muttenz haben an den OL-Junioren-WM in der Tschechischen Republik für die positiven Überraschungen aus Schweizer Sicht gesorgt. Für die beiden war es die erste Junioren-WM.

Diese Woche wird Christoph Meier wohl nicht so schnell vergessen. Lange hatte er sich auf die OL-Junioren-WM in Hradec Králové in der Tschechischen Republik vorbereitet, lange hatte er sich darauf gefreut. Seit der 20-Jährige im Dezember die Matura abgeschlossen hatte, hat er sich vollkommen auf den Sport fokussiert.

Harte Arbeit zahlt sich aus

Nun hat sich die harte Arbeit ausbezahlt: Der Liestaler durfte an der Junioren-WM gleich zwei Mal aufs erweiterte Podest steigen und ein Diplom entgegen nehmen. Sowohl über die Lang- als auch über die Sprintdistanz wurde Meier Fünfter und lief damit mitten in die Junioren-Weltspitze – und das an seiner ersten Junioren-WM. Auch wenn die Resultate über die Mitteldistanz (37. Rang) und in der Staffel (13.) nicht ganz seinen Erwartungen entsprachen, Meier ist mit seiner WM mehr als zufrieden. «Ich denke, dass es nicht möglich ist, viermal über seinen Verhältnissen zu laufen. Nun habe ich das zweimal getan, damit kann ich mehr als gut leben», sagt er. Dass es gleich für zwei Diplome reichen würde, damit hatte Meier, der Top 15 Platzierungen angepeilt hatte, nicht gerechnet.

Gute Aussichten aufs Elite-Kader

Immerhin war die Konkurrenz mit 169 Startenden aus 39 Nationen gross. Die Erfolge von Meier noch spezieller machten die zwei Medaillengewinne von Florian Schneider (Stettlen) in den gleichen Rennen. Der 20-jährige Teamkollege gewann Silber über die Langdistanz und sogar Gold im Sprint. Besonders, als nach langem Warten klar wurde, dass die Zwei früh gestarteten im Sprint ihre Plätze halten können, kannte die Freude im Schweizer Team keine Grenzen mehr.

Meier hat mit seinen herausragenden Leistungen bereits etwas für seine sportliche Zukunft getan. Die zwei Diplome bescheren ihm gute Aussichten auf eine Selektion fürs Elite-Kader im Herbst. Zuerst steht nun aber die Erholung von einer intensiven Woche im Zentrum, bevor Meier im September das Studium der Volkswirtschaften in Bern beginnen wird.

Andrea Roggo wird Neunte

Ebenfalls positiv überrascht hat Andrea Roggo aus Muttenz. Die erst 17-jährige Schülerin lief wie Meier ihre ersten Junioren-Weltmeisterschaften. Und wie: In der Mitteldistanz erreichte sie als Neunte ein Top 10 Resultat. Gleichzeitig war dies der beste Platz einer Schweizer Frau der ganzen Woche. Insbesondere die Art und Weise, wie Roggo im unübersichtlichen, steilen und extrem steinigen Gelände lief, war beeindruckend.

«In diesem Gelände muss man während des ganzen Laufes konzentriert bleiben. Das war mein Konzept und das ist auch gut aufgegangen», sagt Roggo. Obwohl sie am Start jeweils recht nervös gewesen sei, gelang ihr eine vielversprechende erste Junioren-WM. Die Ränge 30 (Langdistanz), 44 (Sprint) und 17 (Staffel) von 152 Starterinnen lassen für die Zukunft hoffen. Sie hoffe, dass sie nächstes Jahr wieder dabei sein könne, sagt Roggo, «ich bin auf jeden Fall voll motiviert, weiter zu trainieren.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1