Hallenhockey

Meister Wettingen ist für HC Basel immer noch eine Nummer zu gross

Basel-Torhüterin Monika Müller klärt in extremis gegen Wettingens Karin Bugmann.wagner

Basel-Torhüterin Monika Müller klärt in extremis gegen Wettingens Karin Bugmann.wagner

Die Baslerinnen unterliegen dem Hallenhockey Serienmeister Wettingen im NLA-Final 1:6. Nach der Qualifikation belegten der HC Basel den zweiten Rang hinter Rotweiss Wettingen. Im Finaltunier konnten der Basler HC an der Hierarchie nichts mehr ändern.

An der Hierarchie änderte sich auch nach dem Finalturnier nichts: Der Basler HC und die Aargauerinnen setzen sich im Halbfinal durch und trafen in Endspiel aufeinander, das der Favorit für sich entschied. Die Nordwestschweizerinnen konnten das Spiel lange offen halten und mussten sich im ersten Durchgang nur nach zwei kurzen Ecken geschlagen geben. Sekunden vor der Sirene bekamen sie einen Penalty zugesprochen.

Doch Katja Gielow brachte den Ball aus sieben Metern nicht an der jungen Rotweiss-Keeperin Flurina Wälti vorbei. Wälti wurde danach, nicht nur wegen dieser Aktion, zum besten Goalie des Turniers gekürt. Damit vergaben die «Dybli» die grosse Chance zum Anschlusstreffer. Nach dem Seitenwechsel kassierten sie einen Doppelschlag, welcher den Final entschied. Allerdings sei bei beiden Treffern ein technischer Fehler der Wettingerinnen vorausgegangen, monierten die Unterlegenen. Die Schiedsrichter anerkennten jedoch beide Tore.

Grosse Moral bewiesen

Trotz der aussichtslosen Lage gaben die Baslerinnen nicht auf und probierten alles: Sie ersetzten Torhütering Monika Müller durch eine sechste Feldspielerin. Doch auch diese Massnahme fruchtete nicht viel – im Gegenteil: Wettingen zog auf 6:0 davon. In den Schlussminuten gelang Janina Anthonysamy mittels Penalty wenigstens der verdiente Ehrentreffer.

«Rotweiss hat den breiteren Kader», analysierte Basels Trainer Song Moo Lüscher. Doch er ist überzeugt, dass sein Team dem Branchenprimus immer etwas näher kommt: «Die Diskrepanz ist nicht mehr so gross wie in früheren Jahren. Rotweiss hat etwas abgegeben, andere Teams haben zugelegt», beobachtet er einen Trend. Hinzu kam, dass Basel in der Finalrunde gleich auf zwei Leistungsträgerinnen verzichten musste. «Wir sind näher dran», sagten auch die Spielerinnen bei der Übergabe der Silbermedaille. «Wir werden weiter hart arbeiten», erklärten sie weiter, bereits wieder lachend, nachdem die ersten Tränen der Enttäuschung getrocknet waren.

Wollten es zu gut machen

Trainer Lüscher machte auch Gründe im eigenen Team für die Niederlage aus: «Als Mannschaft waren wir nicht so stabil wie sonst.» Er vermutete, dass seine Spielerinnen es dem Serienmeister diesmal unbedingt zeigen wollten: «Wir waren übermotiviert und wollten es zu gut machen.»

Nach einer kurzen Pause beginnt die Vorbereitung auf die Feldsaison. Auch auf dem Kunstrasen möchte Wettingen den Titel verteidigen. Wenn Basel den Abstand weiter verkleinern kann, ist vielleicht unter freiem Himmel eine Überraschung möglich.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1