1. Liga

Meisterliche Vorstellung der Old Boys

Ein Fels in der Brandung: OB-Captain Diren Akdemir (in Gelb) gibt keinen Ball verloren.

Ein Fels in der Brandung: OB-Captain Diren Akdemir (in Gelb) gibt keinen Ball verloren.

Die Basler feiern dank einem 3:0-Auswärtssieg in Serrières ausgelassen den Aufstieg. Der Auftritt ihrer Favoriten aus Basel war zwar nicht spektakulär, aber geduldig, abgeklärt und letztlich souverän. 160 Fans feierten mit.

Rund 160 Fans des BSC Old Boys nahmen den rund anderthalbstündigen Reiseweg an den Neuenburgersee auf sich, um ihre Mannschaft im letzten und entscheidenden Saisonspiel beim FC Serrières lautstark zu unterstützen. Und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Der Auftritt ihrer Favoriten war zwar nicht spektakulär, aber geduldig, abgeklärt und letztlich souverän. Mit dem deutlichen 3:0-Erfolg wurden sämtliche Rechenaufgaben zur Makulatur. Die Basler verteidigten ihre Spitzenposition und hielten die seit Wochen ebenfalls siegreichen und äusserst hartnäckigen Verfolger aus Baden und Breitenrain auf Distanz. Die Gejagten hielten der Nervenprobe stand und dürfen nächste Saison in der neu geschaffenen 1.-Liga Promotion spielen.

Die erste nennenswerte Aktion in diesem «Schicksalsspiel» lenkte das Spiel bereits in der 9. Minute in die von den Old Boys gewünschten Bahnen: Diren Akdemir, der als Captain und Chef der Viererabwehrkette einen fehlerlosen Match zeigte, wurde in der gegnerischen Platzhälfte auf halblinker Position gefoult. Nico Thüring, der ballsichere und omnipräsente Mittelfeldstratege, zirkelte den stehenden Ball zentimetergenau auf den Kopf von Claudio Zenger, der mühelos zum 1:0 traf und damit dafür sorgte, dass sich die nicht übersehbare Anfangsnervosität bei einigen seiner Teamkollegen merklich legte.

Spürbarer Qualitätsunterschied

Die Gastgeber waren keineswegs gewillt, den Baslern nur Spalier zu stehen und ihnen nach 90 Minuten zum Aufstieg zu gratulieren. Der Qualitätsunterschied war letzten Endes aber doch zu gross. Die Old Boys waren die bessere Mannschaft und gingen in der 52. Minute durch ein Kopfballtor von Pascal Rietmann 2:0 in Führung. Wieder war Nico Thüring der perfekte Flankengeber. Das dritte OB-Tor sieben Minuten vor Schluss entsprang einer Energieleistung des linken Aussenverteidigers Denis Jeraj, der sich bis an die Grundlinie durchtankte und dann uneigennützig auf Chad Bartlomé passte, der nur noch den Fuss herzuhalten brauchte.

Nach dem Schlusspfiff gab der scheidende Old-Boys-Trainer Massimo Ceccaroni - bier- und champagnergeduscht - seine Gefühlslage wider: «Wir waren während 25 von 30 Runden Tabellenführer, haben am meisten Siege erzielt und die meisten Tore geschossen. Ich bin wahnsinnig stolz und gratuliere diesen tollen Jungs. Wir sind hochverdient aufgestiegen. Jetzt geniesse ich es einfach.» In den sieben Jahren bei OB feierte «Cecca» drei Aufstiege. Der letzte dürfte dem ehemaligen FCB-Spieler noch lange in Erinnerung bleiben.

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