Nach weniger als einer Viertelstunde war die Frauenhandballpartie der Premium League zwischen Basel Regio und dem LK Zug eigentlich schon entschieden. Dabei hatten die Baslerinnen recht gut begonnen. Sie starteten zwar mit einem frühen Rückstand, glichen aber in der zweiten Minute bereits wieder aus. Das Heimteam baute zwischenzeitlich viel Druck auf, doch Marion Betschart hielt den Zuger Kasten rein. Aber dann begannen die Gäste zu dominieren. Sie erzielten Treffer um Treffer, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und spielten ihre physische Überlegenheit aus. 9:17 lautete aus Sicht der Baslerinnen das klare Verdikt zur Pause.

Einsatzzeit für junge Baslerinnen

«Zug ist ein klarer Meisterkandidat. Sie haben ein grösseres Budget, Nationalspielerinnen und waren heute einfach besser», analysierte Regio-Trainer Thomas Mathys nach dem Schlusspfiff. Als die Niederlage unausweichlich wurde, wechselte er viele junge Spielerinnen ein und war zufrieden mit deren Leistung. Basel bäumte sich noch einmal auf und verkürzte den Spielstand durch zwei aufeinanderfolgende Tore von Selina Lorenz zwischenzeitlich auf unter zehn Treffer, doch mehr konnten sie nicht erreichen. Und so ging das Spiel mit 35:22 an den Leader.

Challenge Cup kein Thema

«Für uns ist die Saison eigentlich vorbei», meint Thomas Mathys, «In der Meisterschaft geht es um nichts mehr.» Mit dem fünften Tabellenrang, was bei nur einem Punkt Differenz zu Uster machbar wäre, könnte Basel Regio sich für den europäischen «Challenge Cup» qualifizieren. Doch daran haben sie kein Interesse - es fehlt an Spielstärke, Zeit und finanziellen Mitteln. Stattdessen verwenden sie die letzten Saisonmatches zur Vorbereitung auf den Cup-Halbfinal gegen Brühl im April. «Da sind wir ebenfalls Aussenseiter, aber wir werden uns gut vorbereiten und versuchen, zur Höchstform aufzulaufen», ist Mathys optimistisch.