Es ist zwar noch eine Runde in der Auf/Abstiegspoule zu absolvieren, doch Sm’Aesch Pfeffingen hat mit dem 3:1 gegen Glaronia noch vor dem letzten Heimspiel vom kommenden Mittwoch gegen Volley Toggenburg den Kopf aus der schon arg zugezogenen Schlinge gezogen. Auch dieser Sieg musste im wahrsten Sinne des Wortes erleidet werden. Wie schon so oft gelang den Baselbieterinnen ein Auftakt nach Mass. Eine schnelle Führung im Startsatz brachte die nötige Sicherheit und Topskorerin Kerley Becker machte die von ihr erwarteten Punkte.

Lockerer Startsatz

Die Gastgeberinnen, welche schon vor der Partie keine Chance auf einen eventuellen Aufstieg mehr hatten, wurden mehr oder weniger locker ausgespielt. Da auch die Blockabwehr und die Feldverteidigung bei Sm’Aesch funktionierte ging der Startsatz an die unter enormen Erfolgsdruck stehenden Gäste. Doch wie schon so oft in dieser völlig verkorksten Saison erfolgte nach gutem Beginn ein totaler und unverständlicher Einbruch. Und einmal mehr zeigte sich die US-Amerikanerin Kayla Neto von ihrer schlechtesten Seite.

Die Diagonalangreiferin verschlug die einfachsten Bälle und zeigte sich auch im Defensivspiel zu wenig stilsicher. Sm’Aesch-Trainer Timo Lippuner wurde zu diesem Zeitpunkt öfter sehr laut und Präsident Werner Schmid konnte teilweise kaum mehr hinsehen. Resultat dieser völlig ungenügenden Vorstellung war der Satzausgleich der sehr bescheidenen Glarnerinnen. Der angestrebte klare Erfolg und die erhofften drei Punkte waren wieder ernsthaft in Gefahr geraten.

Nesthäkchen spielt gross auf

Doch der sonst kaum Varianten habende Coach reagierte und brachte für Neto die junge Fabienne Geiger. Und dies war das richtige Rezept. Die noch nicht 20-jährige Aussenangreiferin zeigte, wie man sich gegen den Abstieg am besten wehrt. Mit Einsatz pur nämlich. Nicht nur im Angriff, sondern auch in der Abwehr zeigte die Kaisterin eine formidable Leistung und riss damit ihre Teamkolleginnen richtiggehend mit.

25:16 lautete das klare Verdikt nach Satzende und damit brauchte das Birstaler Kombinat noch einen Satz um sich die definitive Nationalliga A-Zugehörigkeit zu sichern. Im vierten Satz sahen dann die wenigen Zuschauer dann wieder ein Sm’Aesch Pfeffingen, das sich in den letzten Jahren mit guten Leistungen unter den besten Mannschaften der Schweiz etabliert hatte.

Zeit zum Scherzen

Auch ohne Audry Wallnöfer und der immer noch kranken Megan Plourde ging der Satz deutlich an die Gäste. « Zum Glück ist das Spiel vom Mittwoch gegen Toggenburg nicht mehr entscheidend. Heute wollten wir nur die drei Punkte, egal wie. Und der Osterhase hat die Eier, respektive Punkte ins richtige Nest gelegt» war Lippuner nach der nervenaufreibenden Partie schon wieder zum Scherzen aufgelegt.