Eishockey

Missglückter Saisonstart für den EHC Basel

Ein Bild, das trügt: Am Ende war der EHC Thun obenauf.

Ein Bild, das trügt: Am Ende war der EHC Thun obenauf.

Der EHC Basel enttäuscht im Heimspiel gegen den EHC Thun und verliert verdient mit 2:4.

Gross waren die Basler Hoffnungen vor dem Saisonauftakt der MySports League gegen den EHC Thun. Ebenso gross die Ernüchterung danach. Nach 60 Minuten, in denen die Basler Aufstiegsanwärter enttäuschten und nicht zu ihrem Spiel fanden. Die logische Konsequenz: eine 2:4-Niederlage.

Angekündigt hatte sich es dabei bereits früh. Bereits nach dem ersten Drittel konnte die Mannschaft des neuen Headcoachs Christian Weber froh sein, nur mit einem Gegentor im Rückstand zu liegen. Neben dem Tor von Dominik Gyger in der 6. Minute trafen die Berner Oberländer dreimal die Torumrandung. Die Gäste waren mutig, Basel nervös. Die grosse Stärke - das Passspiel - funktionierte nicht. Zu ungenau agierten sie, sodass es für Thun einfach war, die Bemühungen der Basler oftmals bereits im Ansatz zu unterbinden. Zudem verlor das Heimteam viele wichtige Zweikämpfe. So auch beim zweiten Treffer von Joel Reymondin in der 27. Minute.

Basel wacht auf, kreiert aber zu wenig Chancen

Sechs Sekunden danach gelang zwar Lars Kellenberger mit einem Hocheckschuss das 1:2. Doch wer nun dachte, dass das Spiel auf die Basler Seite kippen würde, sah sich getäuscht. Thun spielte unbeeindruckt weiter und baute in der 31. Minute durch Roman Messerli ihre Führung wieder aus.

Im Schlussabschnitt keimte wieder Hoffnung auf, als Eric Himelfarb früh das 2:3 gelang. Nun war die Heimmannschaft im Spiel angekommen, der Kampfgeist geweckt. Immer mehr Druck wurde auf die Thuner Defensive ausgeübt, ohne dabei jedoch klare Chancen herauszuspielen. Auch zwei Möglichkeiten in Überzahl halfen nicht. So fiel die endgültige Entscheidung eine Sekunde vor Schluss, als Nicolas Schärmeli ins leere Basler Tor traf.

«Wir haben heute nur reagiert statt agiert», bedauerte Basels Captain Thomas Büsser nach dem Spiel und fügte selbstkritisch hinzu: «Wir waren immer einen Schritt zu spät und brachten kein Bein vor das andere.»

Fehlende Zweikampfstärke als Erklärung für die Pleite

Verständnis hatte er mit der gezeigten Leistung keines: «Klar waren wir aufgeregt, da wir schon länger keinen Ernstkampf mehr bestritten hatten. Den Thunern ging es jedoch gleich.» Auffallend war auch, wie viele Zweikämpfe verloren gingen. «Wer Zweikämpfe gewinnt, gewinnt das Spiel. Das müssen wir im nächsten Spiel eindeutig besser machen», so Büsser.

Besser machen können es die Basler bereits am nächsten Mittwoch in Dübendorf.

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