Leichtathletik

Mit 16 Jahren kopfüber ins Glück

Salome Lang überzeugt.

Salome Lang überzeugt.

Die Baslerin Salome Lang wird überraschend Schweizer Meisterin im Hochsprung.

Acht Medaillen holten die regionalen Leichtathleten an der Schweizer Meisterschaft in Frauenfeld. Überstrahlt wurde der Wettkampf vom Sieg der erst 16-jährigen Salome Lang.

Es brauchte seine Zeit, bis Salome Lang so richtig realisiert hatte, dass sie soeben die beste Hochspringerin des Landes geworden ist. «Damit hätte ich niemals gerechnet», sagt sie freudestrahlend. Nicht einmal zu den Medaillen-Kandidatinnen hat sich die Baslerin im Vorfeld der Schweizer Meisterschaft gezählt. Gekommen ist es bekanntlich ganz anders.

Mit 1,83 Metern stellte die 16-Jährige sogar einen persönlichen Bestwert auf. Bisher hat sie diese Marke nur einmal in der Halle geschafft. Besser hätte der Zeitpunkt diesmal nicht sein können. «Als ich 1,77 Meter übersprungen hatte, spürte ich, dass ich hier etwas reissen kann», sagt die Gymnasiastin. Wirklich erklären kann sich die Old-Boys-Athletin ihren Exploit aber nicht. «Ich konnte ohne Druck springen. Ausserdem hat mir mein Trainer immer wieder Mut gemacht».

Als nächstes an die Jugend-Olympiade

Mit dem bisher grössten Erfolg im Gepäck geht es bereits wieder Schlag auf Schlag weiter. Am 12. August fliegt die Baslerin nach Nanjing, wo die Olympischen Spiele der Jugend anstehen. Dort peilt die Hobby-Pianistin einen Finalplatz an. «Die Medaille gibt mir dafür einen guten Motivationsschub», sagt Lang.

Nach dem China-Abenteuer nimmt die Leichtathletin den U18-Schweizer-Rekord ins Visier – dafür wären 1,85 Meter nötig. «Es gibt noch genügend Ziele zu erreichen», sagt sie schmunzelnd. Deutlich zu früh kommt aber die Heim-EM in Zürich Mitte August. Für die Limite wären 1,90 Meter nötig gewesen. «Wenn ich meine Sprungkraft verbessere, liegt bestimmt noch der ein oder andere Zentimeter drin», weiss Lang.

Alex WIlson beerbt Silvan Wicki

Den wohl souveränsten Sieg des Tages sichert sich der Liestaler Gregori Ott. Der Kugelstösser kommt auf eine Weite von 17,33 Meter und deklassiert die Konkurrenz um mehr als 2,5 Meter. Auch der Arlesheimer Stabhochspringer Marquis Richards bestätigt seine Topform und holt mit einer Höhe von 5,40 Meter überlegen Gold. Gleich zwei Medaillen gibts für Alex Wilson. Nach Silber über 100 Meter sprintet der Basler über 200 Meter ohne Mühe zum Titel. «Nach der Enttäuschung über 100 Meter wollte ich unbedingt gewinnen», sagt Wilson. Nicht am Start war Teamkollege und 200-Meter-Titelverteidiger Silvan Wicki, der an der U20-WM in Eugene im Einsatz stand und dort bis in die Halbfinals vorstiess. Eher enttäuschend verlief die Schweizer Meisterschaft für

Simone Werner. Die Titelverteidigerin über 400 Meter muss sich mit Rang 3 begnügen. Ebenfalls Bronzeplätze gehen an den Binninger Karim Manaoui über 400 Meter Hürden und den Steiner Weitspringer Christopher Ullmann von den Old Boys.

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