In der Tat war der Vergleich mit den Innerschweizern für die «Schwarz-Sterne» kein Selbstläufer und auf dem Weg zum «hochverdienten Sieg» (Fiminan) musste der Gastgeber einige Hindernisse überwinden.

Bereits in der Startviertelstunde fiel mit Mickaël Rodriguez (36) die «Lebensversicherung», in Form eines Torgaranten, aus. Der Franzose, der genau 50 Prozent aller Black-Stars-Treffer in der Meisterschaft und im Cup erzielt hatte, erhielt einen «Pferdekuss» (Tomate) und musste das Feld verlassen. Die Folge war, dass sein Landsmann Florian Hengel fortan als nominell einzige Sturmspitze fungierte. «Das war für mich kein Problem. Ich habe diese Position auch schon oft gespielt. Viel wichtiger war, dass wir diesen Ausfall als Team kompensierten. Ein jeder kämpfte für den anderen – das war der Grund für den Erfolg», so der frühere Liestal-Akteur.

Ein entscheidender Doppelschlag

Und als Schötz, das durchaus zu gefallen wusste, kurz nach Wiederanpfiff in Führung ging, musste man für einen kurzen Moment um die Heimstärke der Basler bangen. Doch der Doppelschlag durch Caner Acar, der sich nach seiner frühen Einwechslung nahtlos ins Mannschaftsgefüge integrierte, und Seyfettin Kalayci, der zusammen mit Bledar Binaku das Zentrum beherrschte, läutete 30 Minuten ein, kehrte die Partie und brachte Schötz in Zugzwang.

Auch nach dem Platzverweis gaben sich die Zentralschweizer nicht geschlagen und beantworteten das 3:1 umgehend mit dem Anschlusstreffer, dem eine superbe Vorarbeit durch Lazar Lukic vorausgegangen war.

Offensiv und technisch stark

Es war Hengel, der weite Laufwege ging und immer wieder auf die Seiten ausbrach, vergönnt, in der Nachspielzeit den Sieg, und somit drei weitere Punkte, sicher zu stellen. Nach Matchende war bei Trainer, Spielern und Umfeld grosse Zufriedenheit spürbar. Nicht der Sieg alleine war Grund für strahlende Gesichter, vielmehr war es die Art und Weise, wie die «Blägg» aufgetreten waren. Namentlich im Spiel nach vorne beeindruckte die Fimian-Elf mit ihrer Ballsicherheit und variantemreichen (Angriffs-)Spiel. Die Basler, von denen die allermeisten Akteure technisch überdurchschnittlich versiert sind, überzeugten aber auch in der Rückwärtsbewegung und Balleroberung.

Was dieser Erfolg wert ist, muss der – weiterhini arg dezimierte – FC Black Stars in einer Woche in Solothurn unter Beweis stellen. Ein schwieriges Spiel für die Aktiven, «aber für mich wird es ein Heimspiel sein», lachte Fimian, der in unmittelbarer Nähe der Ambassoderen-Stadt wohnt und die dortige Region – auch aus dem Fussball – bestens kennt.