Bei der Präsentation der Spieler wurde Möhlins Florian Wirthlin gewürdigt, welcher am Vortag mit Suhr Aarau „U19-Schweizer Meister“ wurde. Im TVM-Aufgebot fehlte der gesetzte Schlussmann Flavio Wick, er musste in seinem Stammverein im Tor stehen. Anstelle von Wick reiste der siebzehnjährige Benjamin Blumer (SG Magden/Möhlin) mit und löste ab der 24‘ Florian Aerni im Tor ab.

In den Anfangsminuten stimmten sich die Mannschaften aufeinander ein. In den Spielzügen und im Abschluss passierten auf beiden Seiten Fehler, ehe Gastgeber Steffisburg seinen ersten Treffer landete. Stalder zog nach und glich postwendend aus. Danach ging Steffisburg durch zwei erfolgreiche Siebenmeter in Führung, während Hock‘s Penalty ausnahmsweise erfolglos abprallte.

Möhlin geriet schnell zwei, drei Tore in Rückstand. In der 12. Minute (8:6) wurde Maurice Meier auf die Bank beordert und zwei Minuten später, durch Spielmacher Hock abgelöst (seine Hand war auf Kopfhöhe des im Abschluss hoch gehenden Lenny Rubin). Trotzdem konnten die jungen Steffisburger nicht merklich vorlegen und es blieb ausgeglichen. Als Milovanovic in der 15. Minute knapp vor dem gegnerischen Tor scheiterte, reüssierte dafür Thomas Zwahlen mit dem dritten Führungstreffer für sein Team. In dieser Phase brachte der Gastgeber mehr Druck in die Partie und brachte Möhlins Spielverständnis ins Stottern. Zudem erreichte ihre Chancenauswertung offensiv einen deprimierenden Tiefstand und das hatte Folgen: 11:7 (16. Minute). Coach Bruno Stadelmann war es dann, welcher das Timeout verlangte und sich mit seinen Männern ernsthaft unterhielt. Als Folge wechselte er den Torwart aus. Bis zur Pause blieb es aber schwierig und Möhlin lag ernüchternd klar mit 15:11 zurück.

Der TVM liess aber nicht locker: Tobias Stalder glänzte nach der Pause mit drei Treffern in Serie (16:13, 17:14, 18:15) und Wildi erzielte danach deren Zwei in gewohnter Leichtigkeit. Als Steffisburg nun seinerseits zu hadern begann und Hock den wichtigen Anschlusstreffer warf, nahte der befreiende Ausgleich. Und wieder erzielte Stalder, der damit zum Topshooter avancierte, ein wichtiger Zähler für Möhlin. Der Gegner schien jetzt an Power nachzulassen, dafür trat der TVM engagierter auf und die angereisten Fans dankten es ihm von der Tribüne herab mit lauten Beifallsstürmen. Trotzdem, es folgten heikle Minuten, in welchen Möhlin trotz bärenstarker Verteidigung, vorne die Chancen liegen liess oder durch fragwürdige Schiedsrichterentscheide zurück gebunden wurde. Ab der 47. Minute beim 23:23 schien das Score fünf Minuten zu schweigen, ehe Steffisburg erhöhen konnte. Und Freitags Antwort zum benötigten Ausgleich? Sein Ball prallte neckisch übers Tor hinaus und verlangte wieder ganze Arbeit. Weil aber mit Blumer und der perfekten Defensive alles abgeblockt wurde, konnte Möhlin neu aufbauen und den Ausgleich herbei führen. Milovanovic erhöhte zum vorentscheidenden 24:25 (57. Minute) und mit je zwei Toren auf beiden Seiten, realisierte Möhlin der verdiente Sieg.

Fricktaler Torschützen:

TV Möhlin: Aerni(1/13), Blumer(14/28); Freitag(3), Wirthlin(3), Burri, Lenzin, Meier(1), Soder(1), Wildi(3), Milovanovic(2), Stalder(8), Hock(6), Tokic.