Rund ein Dutzend gute Torchancen hatte die U21 des FC Basel, immerhin vier davon wurden von Arxhend Cani (51.), Neftali Manzambi (77.) und dem für den mit einer Rückenverletzung ausgeschiedenen Nicolas Hunziker früh eingewechselten Afimico Pululu (54., 79.) genutzt. Allerdings musste die Equipe von Massimo Ceccaroni bis zur 44. Minute warten, bis sie in Person von Charles Pickel den ersten gefährlichen Schuss auf das Tor des FC Sion U21 abgab.

Der Grund dafür war ein mathematischer: Bis zur 42. Minute bissen sich elf Basler an elf Wallisern die Zähne aus. Dann sah FCS-Stürmer Ibrahima Gueye wegen absichtlichen Handspiels seine zweite Gelbe Karte (die erste hatte er wegen einer Schwalbe kassiert) und erwies seinen Mitspielern einen Bärendienst.

Chancen im Zwei-Minuten-Takt

Zwar hatte Ceccaroni befürchtet, «dass die sehr gut verteidigenden Sittener nun noch kompakter stehen würden», doch seine Mannschaft fand sofort ein passendes Rezept. «Mit viel Kreativität, schönem Direktspiel und guten Laufwegen konnten wir ihre Abwehr immer wieder in Verlegenheit bringen», freute sich der FCB-Trainer. In der Tat wurde das Heimteam mit der Überzahl dem Gegner auch spielerisch klar überlegen. Die Tormöglichkeiten kamen nun im Zwei-Minuten-Takt und als Cani per Abpraller aus einem Meter das Skore eröffnete und Pululu per Flachschuss von der Strafraumgrenze nachdoppelte, war die Frage nach dem Sieger kurz nach dem Seitenwechsel beantwortet.

Da die Rotblauen Mitte der zweiten Halbzeit aber ein paar Minuten lang die Konzentration verloren, kamen die Gäste durch Stefane Rauti zum Anschlusstreffer (70.) und hätten durch Miguel De Sousa beinahe den Ausgleich erzielt (76.). «Wir müssen lernen, uns in Zukunft nicht mehr vom Resultat blenden zu lassen», lautete Massimo Ceccaronis Erkenntnis aus dieser Phase.

Doch weil die starken Manzambi und Pululu kurz darauf das Resultat wieder in die Höhe schraubten, durfte ihr Trainer mit positiven Gedanken ins Wochenende gehen: «Meine Mannschaft ist momentan gut drauf. Trotz einiger Wechsel sind die Leistungen in den letzten Wochen stabiler geworden!»