Super League

Mit der Vorbereitung auf die Saison beginnt auch der Sturm auf den Thron

Packen wirs an! So wie beim letzten Duell gegen YB (5:1) will der FCB diese Saison immer auftreten, wenn er im Joggeli spielt.

Packen wirs an! So wie beim letzten Duell gegen YB (5:1) will der FCB diese Saison immer auftreten, wenn er im Joggeli spielt.

Bevor die WM beginnt, startet der FCB in die Vorbereitung. Damit man in der neuen Saison die Young Boys vom Thron stossen kann, sind Veränderungen nötig. Wer fehlt, wer kehrt zurück und was neu ist.

Man stolpert über den Namen Valentin Stocker. Er findet sich auf der Liste jener Spieler, die erst mit Verspätung ins Training einsteigen. Und das obschon er kein Aufgebot für die Nationalmannschaft bekam. Sind das die Privilegien, die einer kriegt, der mit dem Sportchef befreundet ist?

«Vali hatte im Winter praktisch keine Ferien, weil er direkt zu uns ins Trainingslager gekommen ist. Wir haben schon damals abgemacht, dass er im Sommer zwei Tage länger Ferien haben wird. Er stösst am Samstag zum Team», lässt Marco Streller auf Anfrage der bz mitteilen.

Stocker ist im Übrigen nicht der einzige Spieler, der nicht für die Nationalmannschaft auflief und später kommt. Zdravko Kuzmanovic steigt erst am Montag in die Vorbereitung ein. Genauso wie Mohamed Elyounoussi.

Der hatte sich eigentlich auf die Spiele mit der norwegischen Auswahl gefreut, da er aber im letzten Meisterschaftsspiel der Saison schon in der ersten Halbzeit angeschlagen vom Platz musste, verzichtete er auf die Freundschaftsspiele gegen Island (3:2 für Norwegen) und Panama (1:0 für Norwegen).

Der Schwede Alexander Fransson wird ebenfalls erst zu Beginn der kommenden Woche wieder zum Team stossen. Das nach dem er eine halbe Saison leihweise bei Lausanne war und sich noch Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen konnte. Allerdings schaffte er den Cut nicht und macht nun fast die gesamte Vorbereitung mit dem FCB.

Zwei Neue im Trainer-Staff

Nochmals eine Woche später, also am 25. Juni, werden die Tschechen Marek Suchy und Tomas Vaclik zurück in Basel erwartet. Sie haben erst seit knapp über einer Woche Urlaub, da sie noch für zwei Freundschaftsspiele mit der Nationalmannschaft im Einsatz waren. Gleichentags stösst auch Serey Dié wieder dazu.

Wie lange Michael Lang nicht dabei sein wird, hängt ganz vom Erfolg der Schweizer Nationalmannschaft in Russland ab. Vorausgesetzt, dass er zurückkommt. Besiktas Istanbul habe sehr konkretes Interesse am 27-jährigen Rechtsaussen berichtet der türkische Sender «NTV Spor». Der FCB wollte mit Lang eigentlich verlängern. Aber letztlich ist alles eine Frage des Preises und des Wechselwillens des Spielers.

Neben Fransson und Kuzmanovic kommt ein weiterer Leihspieler zurück: Robin Huser. Der Mittelfeldakteur war seit Winter beim FC Thun, wo er allerdings kaum zu Einsätzen kam. Es ist damit zu rechnen, dass er schon bald wieder anderswo seine Schuhe schnürt.

Dafür werden heute im Leichtathletik-Stadion St. Jakob-Park auch ein paar neue Gesichter dabei sein. Prominentester Neuzugang ist Jonas Omlin, der für den FC Luzern in der Rückrunde überragend hielt und eben einen Vertrag über vier Jahre beim FCB unterzeichnete. Schon nächste Saison soll er die neue Nummer 1 sein.

Nach den Abgängen von Konditionstrainer Marco Walker und Fitness-Guru Werner Leuthard war klar, dass Michael Müller die Position von Leuthard übernehmen wird. Walker, das ist nun fix, wird durch Mathieu Degrange (vom FC Sion) ersetzt. Und mit Fabian Frei, der noch letzte Saison bei den Old Boys fungierte, stösst ein neuer Videoanalyst zum Trainer-Team.

Zwei Spiele an einem Tag

Noch hat das Transferkarussell nicht wirklich Schwung aufgenommen und doch hat es schon etliche Veränderungen gegeben. Eines aber ist gleich geblieben: Der FCB will zurück auf den Thron. Nach acht Titeln ist die Meisterserie zwar gerissen, doch der Ehrgeiz ist umso grösser.

Woran das lag, da waren sich die Verantwortlichen ziemlich einig: Man hat zu viele Punkte im Joggeli abgegeben. Und so sagte Raphael Wicky nach der verpassten Titelverteidigung: «Wir haben neun Punkte verloren gegen Gegner, gegen die man als FCB keine Punkte verlieren sollte. Das wollen wir ändern. Wir wollen wieder eine Macht im eigenen Stadion sein.»

Wie ernst ihm ist, zeigt auch ein Blick auf das Vorbereitungsprogramm. Gleich an zwei Tagen bestreiten die Basler zwei Testspiele an einem Tag. Ein aussergewöhnliches Vorgehen. Wicky erklärt es so: «Das Ziel ist, dass alle Spieler möglichst schnell einen 90-Minuten-Rhythmus erhalten. In der Vergangenheit wechselten wir oft in der Pause das ganze Team – nun werden wir an diesen Tagen mit zwei Mannschaften spielen.»

Damit man Ende Juli bereit ist, denn dann gehts Schlag auf Schlag. Noch in der Woche nach Meisterschaftsbeginn wird der FCB in die Qualifikation zur Champions League einsteigen. Und diese Saison will er in beiden Wettbewerben überzeugen.

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