Handball
Mit der Wut im Bauch zu den nötigen Punkten

Nach der Niederlage gegen Gossau will sich der RTV Basel im Heimspiel gegen das Schlusslicht Lakers Stäfa rehabilitieren. Für die Basler geht es um den Ligaerhalt.

Fabio Baranzini
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RTV Basel

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Uwe Zinke

Das Ziel des RTV Basel in der laufenden Abstiegsrunde ist klar: Irgendwie den zweiten Platz erreichen, damit der
Ligaerhalt vorzeitig gesichert ist und der Gang in die Barrage verhindert werden kann. Mit einem Sieg gegen Fortitudo Gossau hätte der RTV Basel am vergangenen Wochenende den Vorsprung auf ebendiesen Barrageplatz vorentscheidend auf sechs Punkte vergrössern können. Doch statt einem Sieg setzte es für die Realturner eine 23:27-Niederlage ab. Somit beträgt der Vorsprung auf die Ostschweizer nur noch zwei Punkte und der RTV Basel steckt wieder mitten im Abstiegskampf. «Es wäre schön gewesen, wenn wir unseren Vorsprung hätten vergrössern können, aber wir fanden gegen Gossau in der Verteidigung schlicht nicht ins Spiel und waren so permanent unter Druck», sagt denn auch Trainer Silvio Wernle, der sein Amt Ende Saison niederlegen wird.

Eine Berg-und-Tal-Fahrt

Sein Team war auf dem zweitletzten Rang in die Abstiegsrunde gestartet, kämpfte sich jedoch dank einem Sieg gegen Gossau und einem Unentschieden gegen Leader GC Amicitia auf Rang zwei vor.

Nach dem vielversprechenden Start wechselten sich dann aber in den letzten drei Partien Hochs und Tiefs ab. Gegen das Schlusslicht Lakers Stäfa verspielten die Basler eine 14:11-Führung zur Halbzeit und verloren mit 21:23, worauf sich Medienchef Meinrad
Stöcklin dazu hinreissen liess, in seinem Matchbericht scharf in Richtung Trainer Silvio Wernle zu schiessen. Ein Vorfall, der in der Folge von verschiedenen Medien aufgegriffen wurde.

In der Zwischenzeit sollen sich Stöcklin und Wernle gemäss einer Mitteilung auf der Vereinshomepage ausgesprochen haben. Weitere Auskünfte zu dieser Angelegenheit wollten die Beteiligten keine geben. Das Team reagierte auf die internen Querelen mit einer starken Leistung auf dem Feld und feierte einen Heimsieg gegen GC Amicitia (27:25). Die Freude währte allerdings nur kurz, denn es folgte am letzten Samstag die eingangs erwähnte Niederlage gegen Gossau.

Kompromisslose Verteidigung

«Dieses Auf und Ab ist typisch für den Abstiegskampf. Man spürt sofort, welches Team das Messer etwas mehr am Hals hat. Einfach Siege gibt es keine mehr», so Wernle. «Im Spiel gegen Gossau hat man gemerkt, dass sie sich keine Niederlage erlauben konnten und sie deshalb einen Tick gewillter waren als wir.» Dieses Szenario soll sich morgen auf keinen Fall wiederholen. Im Heimspiel gegen Schlusslicht Lakers Stäfa ist ein Sieg Pflicht. Das weiss und fordert deshalb auch Coach Silvio Wernle. «Gegen direkte Konkurrenten müssen wir zu Hause gewinnen. Es wird uns nicht schwerfallen, für dieses Spiel die richtige Einstellung zu finden. Wir werden mit der Wut im Bauch antreten, weil wir gegen Gossau verloren haben und auch der Blick auf die Tabelle zeigt, dass wir die Punkte brauchen.»

Als Team auftreten

Der Trainer fordert von seinen Spielern daher eine geschlossene Mannschaftsleistung. «Wir müssen über
60 Minuten als Team auftreten und in der Verteidigung kompromisslos agieren, ohne Strafen zu kassieren», gibt Wernle die Marschrichtung vor.