Hallenfussball
Mit Gala zur Titelverteidigung: FC Baden lässt seine Gegner stehen

Dank einem fulminanten 9:0-Erfolg über den Kantonsrivalen Team Aargau gelang dem FC Baden am TriRhena-Hallenturnier in Frenkendorf die verdiente Titelverteidigung.

Nicolas Bieri
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Der FC Baden (in Rot) liess seine Gegner reihenweise stehen. Aeschbach

Der FC Baden (in Rot) liess seine Gegner reihenweise stehen. Aeschbach

Roman Aeschbach

«Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals ein derart klares Finale hatten», sagte OK-Präsident Martin Häfelfinger nach dem Turnier. Auch die beiden Trainer wussten irgendwie nicht so recht, wie das passieren konnte: «Nachdem ich Aargaus Halbfinal gesehen hatte, rechnete ich mit einem knappen Finale», sagte Badens Trainer Gaetano Marino. Das 9:0 hatte mit «knapp» dann aber weiss Gott nicht mehr viel zu tun. «In dieser Höhe verlieren, das darf nicht passieren», konstatierte Aargau-Coach Timo Jankowski.

65 Teams am Start

Es war das überraschend deutliche Ende eines sportlich hochstehenden und spannenden Turnieres. Von ursprünglich 65 angetretenen Teams konnten sich bereits vor einer Woche sowie am vergangenen Samstag neun Gruppensieger für die Zwischenrunde qualifizieren. Dort warteten am Sonntag dann die gesetzten U16 Teams rund um den FC Basel, das bayrische Memmingen oder den FC Baden.

Letzterer traf bereits in jener Zwischenrunde auf den letztjährigen Finalgegner Concordia, gewann mit 2:0 und zog dank weiteren starken Vorstellungen souverän in die Halbfinals ein. Dort besiegte man den FC Red-Star aus Zürich etwas glücklich mit 1:0.

Regionale Teams chancenlos

Im zweiten Halbfinale standen sich das Team Aargau U16 und der FC Memmingen aus Deutschland gegenüber. Von den ansonsten stets erfolgreichen regionalen Teams war niemand mehr übrig geblieben: «Das hat es so noch nie gegeben. Lange war zumindest der FCB sicherer Halbfinal-Kandidat», sagte Häfelfinger.

FC Basel enttäuscht

Einzig der FC Liestal vermochte zu überzeugen und scheiterte in der Zwischenrunde als Gruppenzweiter nur knapp. Vom früheren Seriensieger FC Basel war nicht viel zu sehen. Dies lag sicherlich auch daran, dass die Stammtruppe am selben Wochenende ein Turnier im Ausland spielte und somit lediglich die zweite Garde nach Frenkendorf reisen konnte.

Das Team Aargau und Memmingen lieferten sich ein packendes Duell um den Finaleinzug, das nach einem 4:4 in der regulären Spielzeit erst in der Verlängerung entschieden wurde. Dort behielten die Aargauer die Oberhand und schlussendlich mit 5:4.

Marighetti ebnet den Weg

Im Aargauer-Finale avancierte Badens Aron Marighetti zum Matchwinner, indem er sich innert weniger Minuten nach dem Anpfiff bereits vier Tore gutschreiben liess und somit den Weg zum klaren Triumph ebnete. Angesichts dieser Leistung verdächtigten ihn seine Mitspieler nach dem Abpfiff scherzhaft des Dopings. Eine diesbezügliche Kontrolle gab es keine, dafür umso lautere Siegeslieder in der Kabine.