Mountainbike
Mit grossen Rädern auf den 3. Rang: Katrin Leumann fährt erneut aufs Podest

Der Fahrplan Richtung Weltcup-Start stimmt für Katrin Leumann. Die Riehenerin klassierte sich an den Bike Days in Solothurn auf dem dritten Rang. Die guten Resultate verdankt die 31-Jährige auch ihrer Umstellung zum Profi.

Michael Schenk
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Zufrieden: Katrin Leumann.

Zufrieden: Katrin Leumann.

foto-net / Alexander Wagner

Die Bike Days in Solothurn waren die dritte Station im Rahmen des BMC-Cup der Cross-Country Mountainbiker. In Schaan und Tesserete, den ersten beiden Destinationen, fuhr die Baslerin Katrin Leumann als Dritte und Zweite zweimal aufs Podest.

In der Ambassadoren-Stadt an der Aare kam nun ein weiterer dritter Rang hinzu. «Platz zwei war in Anbetracht des Rennverlaufes eigentlich schon mein Ziel», hielt die 31-Jährige fest. Nachdem sich die Aargauerin Esther Süss schon nach der zweiten Rund vom Rest des Feldes verabschiedet hatte und souverän und solo zu ihrem vierten Sieg «en suite» pedalte, konnte sich Leumann zeitweise auf Rang zwei festsetzen.

Doch von hinten nahte das Duo Kathrin Stirnemann und Andrea Waldis. «Da ich alleine fuhr, habe ich etwas zu viel Kraft verbraucht, beim Versuch, die beiden nicht mehr aufschliessen zu lassen.» Das habe sich dann im Endspurt gerächt. Die Worte der Olympia-Neunzehnten verraten es: Das Duo schloss auf und Stirnemann schoss vorbei. Die 23-jährige Aargauerin sicherte sich so Platz zwei und schickt sich nach einem 8. Rang in Schaan und einem Dritten in Tesserete zusehends an, den Arrivierten mächtig das Fürchten zu lehren.

Bis zum Weltcup-Start in Albstadt (De) Mitte Monat steht für Leumann nun noch eine härtere und dann eine softere Trainingswoche an. Die Umstellung zum Profi und zu ihrem neuen Trainer, Nicolas Siegenthaler, sei bis dato «gut» verlaufen, hält die Baslerin fest.

Vorab in Rumpf- und Beinmuskulatur hätte sie deutliche Fortschritte erzielt. Zudem ist sie jetzt auf 29-Zoll-Rädern unterwegs. Deutlich grösseren also, als den drei Zoll kleineren, mit denen sie früher durch die Botanik radelte. «Die grossen Räder geben mir mehr Sicherheit vor allem in den Abfahrten. Der Schwerpunkt auf dem Rad ist besser platziert», so Leumann. Stürze, wie sie ihrer Karriere oft vorkamen, sollten so nun weniger häufig passieren.

«Ausser wenn ich das Gefühl habe, dass mir mit den grossen Rädern überhaupt nichts mehr passieren und ich tun kann, was ich will», lacht die Europameisterin von 2010. Nun, zu Supermans Schwester wird Leumann dank der grösseren Rädern nicht, aber vielleicht zu einem Schwergewicht im bevorstehenden Weltcup?