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Mit Schmerzmitteln läuft Fabienne Bachmann auf Rang sechs

Im letzten Jahr konnte Fabienne Bachmann an der Europameisterschaft (Bild) starten, in diesem Jahr musste sie wegen einer Verletzung verzichten.  ZVG

Im letzten Jahr konnte Fabienne Bachmann an der Europameisterschaft (Bild) starten, in diesem Jahr musste sie wegen einer Verletzung verzichten. ZVG

Fabienne Bachmann verletzte sich in Shanghai. In Brasilien musste sie deshalb mit Tape und unter Schmerzmittel laufen.Trotzdem gelangt sie an der Kunstlauf-WM mitten in die Weltelite.

Brasilien. Sonne, Strand und Meer – von wegen. «Der Regen hat durch das Dach der Halle gedrückt», sagt Fabienne Bachmann. Das Wetter sei extrem wechselhaft gewesen. Sonnenschein hätte sich innert zehn Minuten in Regenwolken verwandelt.

Trotzdem bleibt der Baslerin die Reise zur Kunstlauf-Weltmeisterschaft in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia in guter Erinnerung. Der sechste Rang in der Kombination stellt eine von Verletzungen geprägte Saison in ein etwas positiveres Licht. «Die WM ist so etwas wie der versöhnliche Abschluss einer verkorksten Saison», sagt die Baslerin vom Zürcher Rollschuh-Club. Erst sechs Wochen vor der Abreise hätte sie wieder mit dem Training beginnen können. «Ich musste mit Schmerzmitteln und Tape fahren. Deswegen bin ich zufrieden, auch wenn ich meine Bronzemedaille vom Vorjahr nicht verteidigen konnte.»

Europameisterschaften verpasst

Die WM wäre der einzige internationale Wettkampf gewesen, den sie in diesem Jahr überhaupt hätte bestreiten können. Bereits an der SM startete sie aus einer Verletzung heraus, konnte aber einen Dreifach-Triumph (Pflicht, Kür und Kombination) feiern. Bei einem Grand Prix in Schanghai verletzte sie sich dann am Oberschenkel. «Statt in der Halle verbrachte ich die meiste Zeit in Schanghai im Spital», sagt sie.

In der Folge verpasste sie die Europameisterschaften in Sizilien und auch den Rest der Saison. Umso wichtiger war ihr die Teilnahmen an den Welt-Titelkämpfen. Dabei hält sie fest, dass eine Platzierung in den Top Ten super sei. Dies hat in Brasilia auch die zweitbeste Schweizerin, die Allschwilerin Dominique Frei geschafft. Sie wurde, nachdem ihr die Kurzkür nicht nach Wunsch gelang, Neunte.

Jetlag von 12-Stunden-Flug

Da Bachmann erst am Montagmorgen zusammen mit ihrer Mutter aus Brasilien zurückkehrte, kämpft sie noch mit einem Jetlag. «Abends kann ich nicht einschlafen und den Tag durch bin ich müde», sagt Bachmann, die sich nur eine Woche freinehmen konnte und entsprechend schon wieder am Arbeiten ist.

«Ich muss schon für das Training immer wieder ein bisschen von meiner Ferienzeit abspalten. Ein Teil der Delegation ist noch für drei Tage nach Rio de Janeiro geflogen», sagt die 24-Jährige, die eine Ausbildung zur Physiotherapeutin macht. Das war für sie nicht möglich. Im Gegenteil, schon die eine Woche Brasilien muss sie nun mit Mehrarbeit im Dezember versuchen aufzuholen.

Wettkämpfe stehen in diesem Jahr keine mehr auf dem Programm der Baslerin. Zeit also, um den Körper ganz zu kurieren und sich dann wieder intensiv auf die nächste Saison vorzubereiten.

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