Trampolin

Mit viel Flugzeit zum Höhenflug mit den Salti

Sitzend trifft man Janina Müller nur ganz selten auf dem Trampolin an.ces

Sitzend trifft man Janina Müller nur ganz selten auf dem Trampolin an.ces

Janina Müller übte als Kind erste Salti auf dem Gartentrampolin. Heute ist die 12-Jährige auf dem Wettkampftrampolin kaum zu bremsen und trainiert hart für ihren Traum.

Im Gerätepark der Rosenhalle in Liestal wirbeln vier Kaderathletinnen durch die Luft. Am Rande beobachtet Trainerin Svetlana Ihnatovic die Ausführungen der Sprünge und sagt ihren Schützlingen, was zu verbessern ist. Mit dabei ist auch Janina Müller aus Biel-Benken. 2012 wurde die Trampolinspringerin an der Schweizer Meisterschaft in der Kategorie U14 Dritte, in diesem Jahr gelang ihr der Sprung in das nationale Nachwuchskader A.

Auf dem Trampolin übt die 12-Jährige diverse Pflichtteile, springt ihre Kür durch und macht Kraft- und Stabilisationsübungen. Nach einer fertiggesprungenen Übung teilt ihr die Trainerin jeweils die Flugzeit mit; die Zeit, in der sich eine Athletin ausserhalb des Sprungtuches in der Luft aufhält. «Bei einem Wettkampf zählen nämlich nicht nur die Noten der Kampfrichter und der Schwierigkeitsgrad der Kür, sondern auch die Flugzeit», erklärt Ihnatovic.

Was beim Trampolinspringen gefragt ist

Schon als Kind war Janina Müller beim Springen auf dem Trampolin im Garten vom Gefühl der Schwerelosigkeit fasziniert. So kam es, dass die damals 7-Jährige das Gartentrampolin stets weniger benutzte, das Vereinstrampolin umso mehr. Zwei Jahre später trainierte sie bereits in der Halle des Nordwestschweizerischen Kunst-und Geräteturnzentrums. 2009 feierte Müller ihren ersten Podestplatz an der SM in der Kategorie U10, bis heute sammelte sie drei weitere Einzelmedaillen an Titelkämpfen. «Mir gefällt einfach das Gefühl in der Luft zu sein und Salti zu springen», erklärt sie ihre Leidenschaft.

Kraft, Koordination, Konzentration und vor allem Willen ist beim Trampolinspringen gefragt. «Janina arbeitet hart und hat einen sehr starken Charakter», sagt ihre Trainerin. Sie trainiert von Montag bis Samstag täglich zwischen zwei und viereinhalb Stunden mit dem Team in der Halle. «Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander und trainieren manchmal auch mit den Grossen», sagt die Athletin. Und wenn sie am Wochenende nicht gerade für einen Wettkampf unterwegs ist, sieht sie gerne ihre Freunde oder nutzt die Freizeit, um sich auszuruhen.

In Zukunft würde sie gerne einmal an einer EM oder an Olympischen Spielen teilnehmen, «aber das ist im Moment noch zu weit weg». In diesem Jahr wird sie sowohl Qualifikationswettkämpfe für die Schweizer Meisterschaft im Mai als auch für die World Age Group Competitions im November bestreiten. Wertvolle Erfahrungen sammeln, damit sie auch einmal auf einem Olympiatrampolin ihre Kür zeigen kann.

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