Trainerdebatte: Marcel Koller kurz angebunden

FCB-Trainer Marcel Koller sitzt trotz Cupsieg alles andere als sicher im Sattel.

  

Marcel Koller soll FCB-Trainer bleiben. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Umfrage der bz. Demnach finden 58,8 Prozent aller Leser, dass Koller nicht entlassen werden sollte. Die Verantwortlichen beim FCB lassen aber bislang ein öffentliches Bekenntnis vermissen. «Ich weiss nicht, woher das kommt und muss diese Diskussionen nicht nachvollziehen können», sagt Koller am Freitag. Auf Nachfragen reagiert der Trainer kurz angebunden. Ob er davon ausgehe, im nächsten Jahr noch FCB-Trainer zu sein: «Ja.» Ob es ein klärendes Gespräch mit der Klubführung gab? «Hat nicht stattgefunden.» Ob ein Termin für diese Saisonanalyse geplant ist? «Nein. Ich werde nächste Woche Ferien machen.» Ob er da aber erreichbar wäre: «Ich bin erreichbar.» Das hört sich eher so an, als ob 58,8 Prozent der bz-Leser enttäuscht würden. 

Leihspieler: Serey Die und Pululu kehren zurück

Noah Okafor im Duell mit Serey Die

Noah Okafor im Duell mit Serey Die

Geoffroy Serey Die ist in Basel immer noch ein Publikumsliebling. Da ändert auch sein Ausrater beim letzten Aufeinandertreffen zwischen Xamax und dem FCB, als er Silvan Widmer an die Gurgel ging und mit Rot vom Platz flog, nichts. Heute wird der Ivorer zum ersten Mal seit September 2012 als Gegner in den St. Jakob-Park einlaufen. Damals verlor Serey Die mit Sion 1:4 gegen den FCB mit Captain Marco Streller. Mit dem heutigen FCB-Sportchef wird sich Serey Die bald wieder zusammensetzen. Die Leihe läuft im Sommer aus. Ab Juli steht Serey Die genauso wie der zweite FCB-Leihspieler in Diensten der Xamaxien, Afimico Pululu, wieder beim FCB auf der Matte. «Grundsätzlich hat jeder bei uns im Kader eine Chance zu spielen», sagt Marcel Koller. Doch dass Serey Die unter ihm wieder für den FCB aufläuft, ist unwahrscheinlich.

Neue Statuten gefordert: Die Basis will mehr Macht

FCB-Präsident Bernhard Burgener stellt sich am 4. Juni zur Wiederwahl.

FCB-Präsident Bernhard Burgener stellt sich am 4. Juni zur Wiederwahl.

Die FCB-Generalversammlung am 4. Juni dürfte spannend werden. Nicht nur die Wiederwahl von Präsident Bernhard Burgener dürfte für Gesprächsstoff sorgen. Auch ein Antrag könnte heiss diskutiert werden. Gestern informierte Vereinsmitglied Peter Hablützel die Medien über einen Antrag zur Änderung der Statuten des FC Basel. Hablützel will den Paragrafen 13.3. streichen. Darin steht: «Der Präsident ist zugleich Delegierter des Vereins für den Verwaltungsrat der FC Basel 1893 AG.» Aktuell besitzt Burgener 90,6 Prozent der FCB Holding, der wiederum 75 Prozent des Vereins gehören. Zudem vertritt er als Delegierter des Basisvereins den FCB und dessen Mitglieder in der AG. Diese «Alleinherrschaft» ist Hablützel ein Dorn im Auge. Er fordert, dass der Basisverein in Zukunft nicht vom Präsidenten, sondern von einem unabhängigen Delegierten in der AG vertreten wird. 

Zahlreiche Ausfälle: FCB muss auf 6 verzichten

Zdravko Kuzmanovic fehlt gelbgesperrt.

Zdravko Kuzmanovic fehlt gelbgesperrt.

Die Absenzenliste beim FC Basel ist lang. Silvan Widmer hat zwar gestern wieder mit dem Team trainiert. Dennoch steht der seinem Trainer Marcel Koller heute Abend gegen Xamax nicht zur Verfügung. Seine Zerrung ist noch nicht ganz ausgeheilt. Auch der am Kiefer operierte Eder Balanta verpasst das letzte Saisonspiel. Drei weitere FCB-Akteure klagen über Oberschenkelprobleme. Valentin Stocker fehlte aus diesem Grund schon am Mittwoch gegen Thun. Im Berner Oberland musste auch Carlos Zambrano in der zweiten Halbzeit ausgewechselt werden. Am Freitag hat sich dann auch noch Goalie Jonas Omlin vom Training abgemeldet. Alle drei stehen Rotblau am Samstag nicht zur Verfügung. Eine Gelbsperre hat der FCB auch noch zu beklagen. Zdravko Kuzmanovic sah gegen Thun seine vierte Gelbe und ist somit gesperrt.

Barrage-Vorbereitung: Xamax denkt voraus

Xamax trifft in der Barrage entweder auf Aarau oder auf Lausanne.

Xamax trifft in der Barrage entweder auf Aarau oder auf Lausanne.

Xamax hat aus den letzten drei Spielen nur einen Punkt geholt. Seit Mittwoch steht deshalb fest: Der Aufsteiger muss nachsitzen. In der Barrage kämpfen die Neuenburger am kommenden Donnerstag zu Hause und am Sonntag dann auswärts gegen den Zweiten der Challenge League um einem Platz in der höchsten Schweizer Spielklasse. Wer der Gegner von Xamax wird, entscheidet sich am Sonntag. Dem FC Aarau reicht ein Sieg gegen Rapperswil, um aus eigener Kraft in die Barrage zu kommen. Lausanne befindet sich mit einem Punkt Rückstand und dem besseren Torverhältnis in Lauerstellung. Weil die Barrage für Neuenburg schon jetzt im Kopf ist, verkommt das letzte Spiel der regulären Saison auch für die Gäste zu einer Partie um die goldene Ananas mit dem Motto: Ja keine Verletzungen oder Sperren holen.