Der SV Muttenz fiel Ende letzter Saison auseinander und wird nun neu aufgebaut. Momentan auf Rang neun stehend, sind die Muttenzer immerhin das zweitbeste Basler Team – wenn auch nur mit zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Mit dabei ist Mittelfeldspieler Pierluigi Spallino (32), der mit seiner Erfahrung dem jungen Team beim Wiederaufbau helfen soll.

Herr Spallino, nach zwei Jahren bei Timau in der 2. Liga regional, wechselten Sie auf diese Saison hin noch einmal zu Muttenz – eine Spielklasse höher. Wieso tun Sie sich das noch an?

Pierluigi Spallino: Eigentlich wollte ich nur noch bei Timau spielen. Doch mein Kollege Riccardo Rossi hat mich angefragt und schliesslich konnte mich auch der Verein überzeugen.

Inwiefern?

Die Führung hat mir gesagt, was das Ziel ist. Mit jungen Spielern etwas Neues aufbauen. Mit der Infrastruktur von Muttenz ist einiges möglich. Zudem habe ich bereits sechs Jahre hier gespielt und hänge immer noch am Verein. Der SVM ist ein motivierter, gesunder und vor allem fairer Verein.

Was bedeutet es, ein «fairer» Verein zu sein?

Ich habe in meiner Zeit als Fussballer vieles gesehen. Nicht überall ist man so ehrlich und direkt wie bei Muttenz. Das schätze ich.

In der momentanen 2.-Liga-inter- Gruppe stehen ausser Oerlikon sämtliche Zürcher Teams vor denen aus der Region Basel. Wieso ist die Zürcher Gruppe schwieriger?

In der Region Zürich und der Zentralschweiz ist einfach mehr Geld vorhanden. Dort spielen ehemalige Junioren vom FCZ und GC – oder aus Juniorenabteilungen von Challenge-League-Teams.

Was spricht für Muttenz und den Klassenerhalt. Was ist noch möglich?

Der ganze Verein muss wieder auf die Beine gestellt werden. Wir sehen das alle, es kann sein, dass wir es nicht schaffen. Wir haben ein schmales Kader, aber am letzten Sonntag (Anm.d.Red: 3:2 gegen United Zürich) haben wir gezeigt, dass wir auch mit wenig Spielern erfolgreich sein können. Die Jungen wollen weiterkommen, das merkt man und sie geben sich immer Mühe. Der Charakter einer Mannschaft zeigt sich jedoch erst, wenn es nicht mehr gut läuft. Deshalb heisst es momentan noch arbeiten und abwarten.

Momentan sind Sie mit vier Toren Topskorer bei Muttenz ...

... und das nach lediglich vier Partien! Es ist schön, wenn man den Unterschied ausmachen kann. Andererseits ist es auch ein Ansporn für die jungen Spieler. Ich sage ihnen immer zum Spass: «Hey, es kann doch nicht sein, dass ich mit 32 Topskorer bin!.»