Ergänzt wurde Möhlins Kader mit Lea Hürzeler, welche bisher beim TSV Frick spielte, und Physio Laura Böhringer. Von 7 gemeldeten Mannschaften konnten sich an diesem Tag 4 Mannschaften für die Elite-Klasse qualifizieren. 3 Siege aus total 6 Spielen konnten somit theoretisch bereits reichen, um die Qualifikation zu schaffen. Jedoch waren alle Gegner sehr stark einzustufen. Einige Teams kamen aus Vereinen, welche im Bereich Mädchen- und Frauenhandball schweizweit zur Spitze gehören, andere Teams waren Spielgemeinschaften aus bis zu 4 Vereinen, Möhlin hingegen war klarer Aussenseiter.

Das erste Spiel trug Möhlin gegen die HSG Wasserschloss aus, welche letzte Saison bereits in der Elite-Klasse spielte. Das Spiel war trotz vieler Fehler seitens Möhlin recht ausgeglichen, es vielen nur wenige Tore und keiner der beiden Mannschaften konnte sich absetzen. Zum Schluss war es wohl vorwiegend dem nötigen Glück zu verdanken, dass Möhlin mit 6 zu 5 Toren den ersten Sieg holte.

Im zweiten Spiel traf Möhlin auf den Gastgeber SG Würenlingen-Zurzibiet, gegen welchen die Möhliner Spielerinnen vor zwei Wochen bereits ein Trainingsspiel austrugen. Daher wusste Möhlins Trainergespann genau, wie man gegen diesen Gegner spielen musste, um zu gewinnen. Dies konnten die Spielerinnen umsetzen und dadurch früh mit 5 zu 1 Toren in Führung gehen. Doch der Gegner wusste darauf zu reagieren und konnte das Spiel vor der Pause auf 5 zu 5 ausgleichen. In der zweiten Hälfte wusste Möhlin nochmals einen Zahn zuzulegen und gewann das Spiel schlussendlich mit 10 zu 8 Toren.

Das dritte Spiel trug Möhlin gegen den TV Appenzell aus, welcher bisher ebenfalls jedes Spiel gewinnen konnte. Die beiden mitgereisten Spielbeobachter Yannick Hürbin und Nicolas Bamert lieferten Möhlins Trainergespann wichtige Informationen über diesen Gegner; Appenzell hatte extrem bewegliche und schnelle Spielerinnen, jedoch keine Aufbauspielerinnen, welche von 9 Metern schiessen konnten. Entsprechend stellte Möhlin auf die in den letzten Wochen unermüdlich einstudierte kompakte 6:0-Verteidigung um. Dadurch traf der TV Appenzell gegen Möhlin auf eine beinahe unbezwingbare Abwehrwand, welche die flinken Appenzellerinnen und sichtlich auch dessen Trainer zur Verzweiflung brachten. Doch auch Möhlin konnte im Angriff nicht allzu viele Tore erzielen und so geschah es, dass Appenzell zwei Minuten vor Schluss 2 Tore in Führung ging. Möhlin reagierte unverzüglich mit einem Team-Time-Out und gab den Spielerinnen nochmals entsprechende Anweisungen; man wollte mit Flügeleinläufen und Kreisanspielen schnell zum Abschluss kommen und die zwei Tore noch aufholen. Die Spielerinnen konnten dies hervorragend umsetzen und so erzielte Möhlin mit einem Flügeleinlauf, abgeschlossen von Tatjana Degen, und einem Kreisanspiel, abgeschlossen von Darja Speiser, tatsächlich noch den Ausgleich.

Im vierten Spiel traf Möhlin auf den PSG Lyss, welcher bisher jedes Spiel verloren hatte. Da Möhlins Tordifferenz bisher nur plus 3 Tore betrug, stellte man auf eine offensive Abwehr um, mit dem Ziel, dadurch viele Bälle abzufangen und einfache Gegenstosstore zu erzielen. Diese Taktik ging voll und ganz auf und Möhlin erzielte in den 2x12 Minuten ganze 17 Tore. Der Gegner erzielte im Gegenzug lediglich 1 Tor, was in erster Linie der hervorragenden Torwartleistung von Möhlins Schlussfrau Olivia Benz zu verdanken war. Mit diesem Sieg und der klaren Verbesserung der Tordifferenz war Möhlin bereits so gut wie qualifiziert.

Während sich Möhlin für das fünfte Spiel aufwärmte, gewann die SG Würenlingen-Zurzibiet gegen die HSG Wasserschloss, wodurch sich Möhlin bereits zwei Spiele vor Schluss definitiv für die Elite-Klasse qualifizierte. Nichts desto trotzt wollte Möhlin im fünften Spiel gegen die HSG AareLand United nochmals alles geben. Da dessen Spiel vorwiegend über eine Spielerin lief, schaltete Möhlin diese von Beginn weg mit einer Manndeckung aus. Dadurch entwickelte sich ein sehr spannendes und umkämpftes Spiel, in welchem sich mal wieder keiner der beiden Mannschaften absetze konnte. Möhlin musste in der zweiten Halbzeit zwei verletzungsbedingte Ausfälle hinnehmen, was sich negativ auf den Spielverlauf auswirkte. Möhlin verlor das Spiel knapp mit 10 zu 8 Toren.

Zwischen dem fünften und dem sechsten Spiel hatte Möhlin gerademal 25 Minuten Pause. Weiter fehlten im sechsten Spiel die zuvor verletzungsbedingten Ausfälle und auch die anderen Spielerinnen waren langsam aber sicher am Ende ihrer Kräfte. Entsprechend war Möhlin in diesem letzten Spiel nicht mehr auf Sieg aus, sondern nutzte dieses um nochmals alle noch einigermassen spielfähigen Spielerinnen einzusetzen. Man verlor das Spiel klar mit 18 zu 6 Toren gegen die SG Stans/Altdorf. Doch das war in diesem Moment nur Nebensache, Möhlin hat sich für die Elite-Klasse qualifiziert und das war das Einzige was zählte.

Mit dieser Qualifikation spielen die Handballerinnen als einziges FU17-Team der Region Nordwestschweiz nächste Saison in der Elite-Klasse, der höchsten Schweizer Spielklasse. Dabei stösst der TV Möhlin auf sehr attraktive Gegner. Unter anderem auf Spono Nottwil, LK Zug und LC Brühl, welche schweizweit zu den absoluten Spitzenreitern im Bereich Mädchen- und Frauenhandball gehören oder dem HV Herzogenbuchsee, welcher aktuell im Bereich Mädchenhandball zu einem der stärksten Vereine gehört.