Basketball
Mohamed Souaré wechselt für den verletzten Teamcaptain Fuchs zu den Starwings

Zum Rückrunden-Auftakt empfangen die Baselbieter Basketballer am Freitagabend den Aufsteiger BC Lausanne (19.30 Uhr; Sporthalle Birsfelden) und spielen am Sonntagnachmittag im Deutschschweizer Derby gegen Swiss Central in Luzern (16 Uhr; Dreifachhalle Maihof).

Georges Küng
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Mohamed Souaré

Mohamed Souaré

zvg

Zum Abschluss der bis dato glänzenden Vorrunde erlitten die „Wings“, nicht unerwartet und der Papierform entsprechend, zwei klare Niederlagen in Genf (53:93) und zuhause gegen Meister Fribourg (69:92). Und auch die Qualifikationspartie ums Final Four im Liga­pokal gegen Lugano ging vier Tage vor Weihnachten in der Sporthalle Birsfelden verloren (66:74) verloren.

Viel schmerzhafter war aber, dass sich in jener wenig bedeutungsvollen Partie der Teamcaptain Joël Fuchs (27, 190cm) derart schwer am Fuss verletzte (Bänder­risse), dass er für längere Zeit ausfallen wird. Auch zwei Wochen nach dem Unbill ist eine genaue Diagnose nicht möglich.

Aber für die beiden wegweisenden Vergleiche gegen Lau­sanne und Luzern, die beide hinter den „Wings“ klassiert sind, wird der beste Schweizer Skorer ausfallen, der knapp zwölf Punkte pro Match erzielte, fehlen. Es fehlt aber auch der Mann, der mit 38 Spielminuten die längste Einsatzzeit aller Nationalliga-A-Akteure hatte. Und zu allem Übel konnten die beiden US-Profis Chris Jones und Octavius Brown nicht rechtzeitig aus ihrem Weihnachtsurlaub zurückkehren.

Das schlechte Wetter und sistierte Flüge führten dazu, dass der Spielmacher (Jones) und der Flügelspieler erst am späteren Dienstagabend in Zürich landeten. Das sind keine guten Vorboten im Hinblick auf eine Rückrunde, in welcher die „Wings“ gefordert sein werden, wenn sie mindestens Rang 6, und damit den garantierten Playoff-Rang, sichern wollen. Cheftrainer Roland Pavloski hat­te somit zum Trainingsauftakt 2017 ganze sechs Akteure im Training.

Mohamed Souaré Der Genfer Basketballspieler Mohamed Souaré (Nummer 15) spielt neu für die Starwings. Im November bat er um eine Vertragsauflösung beim BC Winterthur.

Mohamed Souaré Der Genfer Basketballspieler Mohamed Souaré (Nummer 15) spielt neu für die Starwings. Im November bat er um eine Vertragsauflösung beim BC Winterthur.

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Ist Souaré die Trouvaille?

Der Ausfall von Fuchs hat die Starwings-Verantwortlichen „alarmiert“ und zum Handeln ge­zwungen. Am Mittwochnachmittag ist, von Genf kommend, der 23-jährige Mohamed Souaré in Birsfelden eingetroffen.

Der Zweimeter-Mann wechselte im Sommer vom B-Ligisten Meyrin/Grand-Saconnex zum A-Ligisten BC Winterthur, hinterliess beim Novartis-Cup in Birsfelden im September einen vorzüglichen Auftakt und auch in den ersten Partien (namentlich in Lugano) wusste der Schweizer afrikanischen Wurzeln mit seiner enormen Sprungkraft und Reboundstärke zu überzeugen. Dennoch bat Souaré im November um Auflösung des Vertrages, da er mit Winterthur-Trainer Daniel Rasljic „keinen gemeinsamen Nenner gefunden hat“, wie er den Starwings-Verantwortlichen erklärte.

In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob das Birstaler Kombinat den vielverspre­chenden Akteur verpflichten werden. „Er muss zum Team passen und es dürfen keine Kosten für den Verein entstehen; die Finanzierung müsste also extern erfolgen“, so die Klubverantwortlichen.

Dass Souaré aber zumindest mit seiner Athletik und Explosivität, sicher in der Defense, eine Verstärkung wäre, „ist ohne Zweifel richtig“, so Trainer Pav­loski. Sein Zuzug wäre auch bereits eine Option, den Genfer längerfristig an die Starwings zu binden, denn Zweimeter-Spieler sind im Nachwuchs keine auszumachen.

Und sein Zu­zug würde es Pavloski erlauben, den Amerikaner Brown primär auf der Flügelposition einzusetzen, während die Stärke von Souaré das Spiel unter den Brettern ist. Im besten Falle könnte der Neuzuzug am übernächsten Samstag im Auswärtssspiel bei Union Neuchâtel eingesetzt werden.