Strahlend schöne Bedingungen herrschten gestern, als die Elite der Männer auf den Rundkurs durch Frenkendorf geschickt wurde. Aufgrund der trockenen Bedingungen hatten die Elite A und B zehn Runden zu absolvieren, um auf eine Fahrzeit von einer Stunde zu kommen. Der abwechslungsreiche, schnelle aber auch anspruchsvolle Rundkurs gefällt - auch den Frauen. Die Siegerin bei der Elite der Frauen, Hanka Kupfernagel, äusserte sich gegenüber OK-Mitglied Erich Joho, nach ihrer ersten Teilnahme hell begeistert.

«Das vorläufig letzte Rennen»

Doch wie weiter? Seit Jahren schon hat der Frenkendörfer Bauer, über dessen Feld der Rundkurs führt, Druck gemacht und regelmässig verkündet, er wolle sein Feld nicht mehr zur Verfügung stellen. Da das OK auch nicht mehr vollständig ist und einige Mitglieder mehrere Ressorts zu betreuen haben, ist der Fall im Vorfeld des diesjährigen Radquers klar: «Das vorläufig letzte Rennen.»

Doch jetzt dies: Ein derart tolles Rennen, eine gute Stimmung mit vielen Zuschauern, welche das einzige Nordwestschweizer Radquerrennen besuchen, bei derart guten Bedingungen und die Landeigentümerin Burgrain AG, welche von dieser Situation nichts gewusst hat und diese zusammen mit dem Pächter überprüfen will. Joho, mit einer Träne in den Augen, ist sprachlos und weiss auch nicht, was jetzt kommen wird. Nach dem Aufräumen am Montag werden sich alle Parteien wohl zusammensetzen müssen und über die Zukunft entscheiden.

«Der Schaden ist  doch gering»

René Lang, der junge Elite-Fahrer aus Möhlin, kann ob des sich quer stellenden Bauern nur den Kopf schütteln. «Der Schaden, den wir machen, ist doch gering. Die wenigen Kilos auf den drei Zentimeter breiten Rädern verursachen doch weniger Zerstörung, als die schweren Traktore. Nach einem Radquerrennen braucht man nur ein paar Samen zu streuen», meint der ambitionierte Fahrer. Er findet es schade, dass Radquer in den Jahren nach Albert Zweifels und Thomas Frischknechts Erfolgen so wenig Aufmerksamkeit bekommen hat.

Und dies, obwohl es so spannende Rennen gibt, wie auch diesen Sonntag, wo eine Spitze mit 12 Fahrern lange zusammenbleibt und erst in der sechsten Runde auseinanderbricht. Und auch dann in den drei neuen Gruppen sind die Positionen bis zur Zieldurchfahrt umkämpft. Für Lang selbst bedeutete Frenkendorf nach seinem Bänderriss den Wiedereinstieg ins Geschehen. Mit dem 20. Rang vergangenen Freitag in Nommay (F) und nun mit dem 10. Rang ist er allerdings sehr zufrieden. Noch zwei weitere Top-25-Resultate und er dürfte zum ersten Mal für die Elite-WM in Louisville (USA) selektioniert werden. Der Schnellste an diesem Tag ist übrigens der Franzose Francis Mourey (30). Er siegte vor Cristian Cominelli (It) und Marcel Wildhaber.