Fussball
Muttenz ringt Dornach nieder

Der Muttenzer Artan Shillova entscheidet ein spannendes Erstliga-Derby mit vielen Karten.

Paul Ulli
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Muttenz’ Artan Shillova (links) war der Matchwinner im Derby. Junkov

Muttenz’ Artan Shillova (links) war der Matchwinner im Derby. Junkov

SV Muttenz-Trainer Atilla Sahin wusste um den guten Lauf der Gäste aus Dornach. Gleich in sechs Spielen in Folge hatten die Solothurner nicht mehr verloren und dabei Spitzenteams wie Old Boys und Breitenrain besiegt. Da überraschte das defensive Konzept des Heimklubs wenig. Es dauerte deshalb mehr als eine Viertelstunde, ehe das erste Mal so etwas wie Gefahr vor einem der beiden Tore aufkam. Eine weite Flanke von Drazen Cosic landete auf der anderen Angriffsseite bei Alain Borer. Der versuchte sich mit einem Schlenzer, zielte dabei aber knapp neben das Tor. Eher überraschend dann der Führungstreffer für den Platzklub. Die Dornacher Defensivabteilung konnte im Strafraum Ermir Amiti nicht vom Ball trennen. Sein feiner Rückpass kam zu Artan Shillova und der erst 19-jährige traf mit seinem abgefälschten Weitschuss unhaltbar für Dornach-Goalie Srdjan Lazic ins Netz.

Gäste mit gefühlten 70% Ballbesitz

In der Folge hatten die Solothurner zwar gefühlte 70% Ballbesitz, doch die gut sortierte Muttenzer Abwehr liess bis zum Pausenpfiff des sehr kleinlich pfeifenden Schiedsrichters keine Torchance mehr zu.

Es war noch keine Minute in der zweiten Halbzeit gespielt, als Marc Tanner dieses Spiel hätte vorentscheiden müssen. Der beste Muttenzer Amiti hatte seinem Verteidiger den Ball Einschuss bereit vorgelegt, doch dieser traf allein vor dem Tor am Fünfmeterraum den Ball nicht richtig. Kurz darauf hätte sich dies beinahe schon gerächt, doch Dornach-Captain Stefan Abt verfehlte bei seinem Abschluss das Tor um Zentimeter. Doch auch die Muttenzer hatten jetzt dank dem eingewechselten Sven Jegge einige Male gute Möglichkeiten den vielleicht entscheiden Treffer zu erzielen. Dieser schien nach zwei Platzverweisen zu fallen, als Florent Pepsi von Daniele Zanfrini mustergültig angespielt wurde. Doch der glänzend reagierende Lazic verhinderte mit einer Fussabwehr die endgültige Entscheidung, sodass die Muttenzer bis in die Nachspielzeit um die drei Punkte zittern mussten. So sah es auch SVM-Trainer Sahin: «In der Schlussphase hätten wir noch das eine oder andere Tor machen müssen und meine und der Fans Nerven wären etwas geschont worden.»