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Muttenz spielte im Spiel gegen Schötz nicht mit

Die Muttenzer Ermir Amiti (links) und Daniele Zanfrini stehen gegen Schötz’ Grütter im «Schilf». juri junkov

Die Muttenzer Ermir Amiti (links) und Daniele Zanfrini stehen gegen Schötz’ Grütter im «Schilf». juri junkov

Muttenz musste in der 1. Liga gegen den FC Schötz eine ganz bittere Pille runterschlucken: Die Gastgeber unterlagen den Luzernern mit 3:8. Meist waren die Muttenzer bei den Gegentoren nicht mehr als interessierte Zuschauer.

«So etwas habe ich hier in Muttenz noch nie gesehen», sagte ein treuer Muttenzer Zuschauer nach 37 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt lag das Heimteam gegen Tabellennachbar Schötz bereits mit 0:5 im Hintertreffen. Zwar waren die Muttenzer Spieler auf dem Platz, doch mitgespielt hatten sie bis dahin nicht. Vielmehr waren sie bei praktisch allen Gegentoren äusserst interessierte Zuschauer. Skender Zeqiri hatte den Torreigen schon nach dreizehn Minuten eröffnet. Im Drei-Minutentakt erhöhten danach Schötz-Oldie André Grüter mit seinem fulminanten Weitschuss und noch zweimal Zeqiri.

Fehlpässe und stupide Ballverluste

Doch auch nach diesem Rückstand ging kein Ruck durch die Mannschaft des bereits völlig bedienten Trainers Atilla Sahin. Ganz im Gegenteil. Fehlpässe und stupide Ballverluste folgten sich Schlag auf Schlag. Und da die Luzerner in den letzten sechs Spielen keinen einzigen Sieg feiern konnten, sah es so aus, als wollte sich das Team von Trainer Marcel Hottiger den ganzen Frust der letzten Wochen von der Seele schiessen. Gegen weiterhin enttäuschende Gastgeber konnte sich auch Ilir Buqaj, nach schöner Vorarbeit von Rexhep Saqi, noch vor der Pause als weiterer Torschütze feiern lassen.

Jegge brachte etwas Schwung

Doch auch nach dem Unterbruch zeigten die Gastgeber keine Reaktion. Torhüter Dominik Kurt leistete sich wie schon beim zweiten Gegentor einen haarsträubenden Abspielfehler und Schötz-Captain Michael Koch machte das halbe Dutzend voll. Weil die Gäste jetzt einen Gang zurückschalteten und bei Muttenz der eingewechselte Sven Jegge endlich etwas Schwung in die Reihen des Heimteams brachte, kamen die vielen Zuschauer bis zum Abpfiff in den Genuss von elf Toren. Auch der frisch am Knie operierte SVM-Präsident Manfred Wieland fand nach dem Spiel keine Worte: «Ich habe auch keine Erklärung für die desolate Vorstellung unserer Mannschaft. Ich weiss nur, dass im Moment mein Herz mehr schmerzt, als mein Knie.» Ganz anders natürlich die Gefühlslage bei Gästetrainer Hottiger, der den Margelacker mit einem zufriedenen Lächeln verliess.

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