Zuerst hatte Muttenz-Torhüter Marco Allenbach gegen den von Francis Sarret getretenen Foulpenalty keine Abwehrchance. Der nach langer Verletzungspause erstmals wieder von Beginn an spielende Tobias Sander hatte mit einem dummen Foul an Reto Friedli diesen Strafstoss verursacht.

Doch die Muttenzer liessen sich durch diesen Rückstand nicht wie vor Wochenfrist gegen die U21 vom FC Basel deroutieren und reagierten postwendend. Die Dornacher Defensive hatte einen weiten Flankenball von Onur Akbulut schlicht unterschätzt und Routinier Ivano Biancavilla konnte völlig freistehend den Ausgleich markieren. In der Folge glichen sich auch die Spielanteile aus, doch weitere Torchancen blieben aus.

Dies blieb so bis eine Minute vor der Pause. Da hatte Dornachs Marc Troller seine bislang einzige auffällige Aktion, indem er Marc Tanner im Laufduell einfach stehen liess. Sein Zuspiel auf Teamkollege Glen Lima war zwar optimal, doch Muttenz-Verteidiger Sander konnte seinen Fehler aus der Startphase beim Penalty mit seiner grossen Rettungstat wieder gutmachen.

Muttenz druckvoll nach Pause

Nach dem Seitenwechsel waren es wieder die in der Tabelle nach sechs Runden elf Punkte weniger aufweisenden Muttenzer, die Druck machten und ein weiteres Tor suchten. Dieses fiel dann auch nach einer wunderschönen Ballstafette über Elmi Shashivari und den eingewechselten Sven Jegge.

In der Mitte musste Marco Weisskopf nur noch einschieben. Die geschockten Dornacher reagierten nicht und Daniele Zanfrini nutzte die Verwirrung mit dem dritten Muttenzer Treffer.

Reto Friedlis Anschlusstreffer brachte nochmals etwas Spannung, doch die Punkte blieben verdientermassen im Baselbiet.

Dem Resultat entsprechend war die Gefühlslage der Trainer. SVM-Trainer Atilla Sahin war zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: «Kämpferisch konnten wir endlich wieder überzeugen und die Defensive stand besser als in den letzten Spielen.

Insgesamt konnten wir den schlechten Vorzeichen trotzen und drei wichtige Punkte verbuchen.» Dornach-Trainer Pascal Burger monierte, dass sein Team unkonzentriert und zu fehlerhaft agiert habe.