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Muttenz vor dem Abstieg: Bittere 1:5-Niederlagen gegen Zofingen

Enttäuscht: Der scheidende Muttenz-Trainer Atilla Sahin bleibt ratlos zurück.

Enttäuscht: Der scheidende Muttenz-Trainer Atilla Sahin bleibt ratlos zurück.

Die Baselbieter verlieren ihr Heimspiel in der 1. Liga Classic gegen den SC Zofingen deutlich mit 1:5. Damit steht der SVM vor der letzten Partie der Saison mit dem Rücken zur Wand – und hinterlässt wenig Grund zur Hoffnung.

Die Ausgangslage vor dieser zweitletzten Partie der laufenden Meisterschaft war klar. Dem SC Zofingen würde ein Punkt zur definitiven Sicherung der Ligazugehörigkeit genügen, der SV Muttenz dagegen brauchte dringend einen Sieg um weiterhin auf den Klassenerhalt hoffen zu dürfen.

Und die Muttenzer hätten die Weichen in Richtung Sieg schon nach 52 Sekunden stellen können. Pajtim Ismajli lancierte mit einem feinen Zuspiel Teamkollege Sven Jegge, doch der Routinier scheiterte freistehend am glänzend reagierenden Zofingen-Keeper Assen Alexov.

Früher Gegentreffer

Besser machte es in der 8. Minute Gästestürmer Avni Halimi, als er ebenfalls alleine vor dem Torhüter diesen tunnelte und den Führungstreffer markierte.

Als dann nur eine Zeigerumdrehung später Robert Majic nach einem Freistoss mittels Kopfball gegen die unsortierte Gastgeber-Defensive den Vorsprung gar noch aus ausbauen konnte, zogen über dem Muttenzer Sportplatz Margelacker bereits dunkle (Abstiegs)-Wolken auf.

Diese hätten sich vielleicht etwas verzogen, wenn Ismajli nach gewonnenem Zweikampf alleine vor Goalie Alexov nicht wie Jegge einunddreissig Minuten zuvor ebenfalls gescheitert wäre.

Kein Aufbäumen nach der Halbzeit

Die vom Platzspeaker für die zweite Halbzeit erhoffte Resultatkorrektur für die Heimmannschaft wurde bereits nach neunzig Sekunden ad absurdum geführt. Nach einem katastrophalen Fehlpass des eingewechselten Silva dos Santos spielten sich die Zofinger wie im Training durch und Halimi erzielte seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag.

Auch in der Folge fehlte es bei den Baselbietern an allen Ecken und Enden und die Zuschauer wurden das Gefühl nicht los, dass sich nicht alle Akteure in Muttenzer Reihen bewusst waren, um wie viel es in diesem Spiel ging.

Zwar prüfte Onur Akbulut nach einer Stunde mit einem herrlich getretenen Freistoss Torhüter Alexov, doch Jegge brachte den Nachschuss aus kurzer Distanz wieder nicht im Tor unter.

Dem unermüdlichen Captain Marc Tanner gelang mit seinem Kopfball wenig später endlich der Anschlusstreffer, doch die Wende in diesem Spiel war dieser nicht. Nur wenig später liess sich Halimi im Strafraum spektakulär fallen.

Alle rechneten nach dem sofortigen Pfiff von Schiedsrichter Zgraggen mit einer gelben Karte für den Abhebenden, doch zur Überraschung aller, fiel der Unparteiische auf die «Schwalbe» herein und Danijel Kovacevic verwertete den Penalty sicher zur endgültigen Entscheidung.

Rechenspiel mit GC U21

Der letzte Treffer hatte dann für Zofingen nur noch statistischen Wert, könnte aber am letzten Spieltag für den SV Muttenz noch schwerwiegende Konsequenzen haben.

Dann nämlich, wenn der Nachwuchs von GC (Tordifferenz -22) gegen Grenchen verliert und Muttenz (-27) sein letztes Spiel gegen Absteiger Dornach zu wenig hoch gewinnen würde. Doch mit einer Leistung wie gegen Zofingen braucht die Mannschaft des scheidenden Trainers Atilla Sahin solche Rechenspiele gar nicht erst zu machen.

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