Fussball
Muttenzer Fehltritt im Derby

Der FC Muttenz verliert 1:3 gegen den FC Laufen - verdient. Am Muttertags-Nachmittag leisteten sich die Gastgeber nicht nur einen veritablen Fehlstart sondern auch gleich einen unerwarteten Fehltritt.

Paul Ulli
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Laufens Lubos Smitala (rechts) versucht Elmi Sashivari zurückzuhalten.
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FCL-Torhüter Ivan Fernandez greift sich den Ball vor Marc Tanner.
Muttenzer Fehltritt im Derby

Laufens Lubos Smitala (rechts) versucht Elmi Sashivari zurückzuhalten.

Martin Töngi

Muttenz-Trainer Atilla Sahin hatte seine beim Nachwuchs der Grasshoppers siegreiche Elf auf sechs Positionen umgestellt: «Genau diese Tatsache des breiteren Kaders hat uns in der Rückrunde so stark gemacht. Obwohl die Mannschaft in den letzten Spielen noch nie in der gleichen Formation auflief, sind wir auch im spielerischen Bereich stärker geworden. Und trotz dieser vielen Wechsel ist der Teamspirit sogar noch besser geworden», sagt der auch in der nächsten Saison den SV Muttenz trainierende Inhaber der Uefa-Pro-Lizenz.

Doch an diesem heissen Muttertags-Nachmittag leisteten sich die Gastgeber nicht nur einen veritablen Fehlstart sondern auch gleich einen unerwarteten Fehltritt. Es waren noch keine vier Minuten gespielt, da liess die Muttenzer Innenverteidigung Philipp Borer an der Strafraumgrenze gewähren und dieser erzielte mit einem platzierten Weitschuss den frühen Führungstreffer für die Gäste. Auch in der Folge war von den in den letzten Spielen stark aufspielenden Muttenzern nicht viel zu sehen.

Ganz im Gegenteil. In der 24. Minute scheiterte Anton Weis mit seinem Freistoss am hervorragend reagierenden Muttenz-Keeper Steven Oberle. Erst nach dieser Aktion ging ein Ruck durch das Heimteam und Elmij Shashivari zielte bei seinem Versuch aus der Distanz etwas zu hoch. Nur kurze Zeit später war es dann aber passiert. Fidel Tato profitierte von einem Missverständnis in der Gästeverteidigung und erzielte den Ausgleich. Auf der Gegenseite machten es die Muttenzer nicht viel besser. Marc Tanner konnte allerdings die erneute Gästeführung mit seiner Rettungstat auf der Torlinie verhindern.

Eigenmann schiesst 2:1

Nach dem Seitenwechsel sank das Niveau dieses Derbys und Torchancen wurden Mangelware. Es brauchte schon eine Einzelaktion von Kevin Eigenmann, der seinen Gegenspieler Pascal Bieri alt aussehen liess, um seine Farben erneut in Front zu schiessen. Trotz numerischer Überzahl, Borer wurde mit der gelb-roten Karte vom Platz gestellt, konnte Muttenz das Blatt nicht mehr wenden und musste nach dem dritten Gegentreffer in der Schlussminute eine unerwartete, aber verschmerzbare Niederlage einstecken.