Volleyball
Nach Auswärts-Klatsche: Sm’Aesch muss weiter um den Klassenerhalt spielen

Bittere 0:3-Niederlage in der Auf-/Abstiegsrunde gegen Volley Toggenburg. Die Baselbieterinnen präsentierten sich einzig zu Beginn des Spiels von ihrer starken Seite, danach baute die Mannschaft unerklärlicherweise massiv ab.

Paul Ulli
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Stark abgebaut: Sm‘Aeschs US-Profi Kayla Neto (rechts).

Stark abgebaut: Sm‘Aeschs US-Profi Kayla Neto (rechts).

Uwe Zinke

«Dieses Spiel war ein Rückfall in längst vergessen geglaubte Zeiten aus der diesjährigen Abstiegsrunde. Mein Team hat gegen einen schwachen Gegner eine miserable Leitung gezeigt. Ideenlos, kraftlos und emotionslos», sagte ein völlig frustrierter Sm’Aesch-Pfeffingen-Trainer Timo Lippuner nach der gestrigen Partie in der Ostschweiz.

10:3-Führung verspielt

Nach den beiden mehr oder weniger überzeugenden Leistungen und den damit verbundenen Siegen gegen die beiden Nationalliga-B-Vertreter von Aadorf und Glaronia, startete Sm’Aesch auch gegen Volley Toggenburg stark. 10:3 für die Gäste aus Aesch leuchtete es nach wenigen Minuten von der Anzeigetafel der Turnhalle Rietstein in Wattwil. Dieses wichtige Spiel im Kampf gegen den Abstieg schien für das Birstaler Kombinat in die richtige Richtung zu gehen. Doch in der Folge geschah beinahe Unglaubliches. Die amerikanische Sm’Aesch-Passeuse Caithlyn Donahue spielte die nächsten Bälle konsequent auf ihre Landsfrau Kayla Neto. Aber die Diagonalangreiferin, welche sich schon in den entscheidenden Abstiegsrundenspielen nicht von ihrer besten Seite gezeigt hatte, verschlug Ball um Ball.

Moral am Boden

Beim Spielstand von 10:10 war bei den Gästen dann die Moral völlig am Boden und die Toggenburgerinnen holten sich den ersten Satz. Zwar konnte sich Sm’Aesch im zweiten Durchgang wieder etwas erholen und führte gegen Ende des Satzes sogar mit 23:22. Wenn aber in einem Team der Wurm drin ist, dann geht auch ein Vorsprung in einer satzentscheidenden Phase relativ schnell den Bach hinunter. Drei Punkte in Serie des Heimteams bedeuteten, dass auch dieser Abschnitt zugunsten der Mannschaft von Trainer Marcel Erni ging.

Unglaubliche Fehlerquote

Schlimm für die doch eher favorisierten Aescherinnen war aber vor allem, dass Volley Toggenburg keineswegs gut spielte. «Wir haben mit unseren unglaublichen Fehlern und schlechten Angriffen dem Gegner den Sieg richtiggehend geschenkt» sagte Lippuner. Dabei hätten die drei Amerikanerinnen, Donahue, Neto und die an Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankte Megan Plourde, im Falle eines Sieges umgehend die Heimreise in die USA antreten dürfen.

Ein Sieg zum Ligaerhalt

Doch offensichtlich schien diese Aussicht für die praktisch die ganze Saison über enttäuschenden Profis keine Leistungssteigerung zu bewirken. Das schon fast brutale 16:23-Verdikt im dritten Satz, war dann nur noch das Pünktchen aus berühmte i. Jetzt gilt es am kommenden Mittwoch beim Gastspiel in Aadorf richtig ernst. Bei einem Sieg wäre der Ligaerhalt für Sm’Aesch Pfeffingen endgültig geschafft, bei einer Niederlage droht ein Fiasko. Jetzt braucht es von einigen Akteurinnen eine ganz andere Einstellung, als jene von gestern Nachmittag in Wattwil.