«Burstreckys»

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Lausanne Sport: Das FCB-Barometer bleibt auf tiefem Niveau

Entäuschte Gesichter beim FC Basel nach dem 1:1 in Lausanne. Keystone

Entäuschte Gesichter beim FC Basel nach dem 1:1 in Lausanne. Keystone

Die neue Führung um Bernhard Burgener hat sich das Spektakel und die Jugendförderung auf die Fahne geschrieben. Wir messen nach jedem Spiel, wie gut der FCB in den beiden Kategorien abschneidet.

Mehr Eigengewächse, besserer Fussball – so könnte man etwas verkürzt zusammenfassen, was Präsident Bernhard Burgener sich auf die Fahne schrieb, als er vergangenen Sommer FCB-Präsident wurde. Den Weg ist man ziemlich konsequent gegangen.

Im Winter holte man gleich drei Spieler mit FCB-Vergangenheit zurück. Man wollte zur grossen Aufholjagd blasen und alte Zeiten aufleben lassen. Das ist gründlich schiefgegangen. Das 0:1 gestern gegen den FC Luzern war die dritte Niederlage im vierten Meisterschaftsspiel 2018.

FCB-Barometer

Trotzdem nehmen wir die neue Führung beim Wort und beurteilen auch die gestrige Partie. In Anlehnung an Präsident Bernhard BURgener, Sportchef Marco STREller und Trainer Raphael WiCKY vergeben wir pro Kategorie zwischen 1 und 10 «Burstreckys».

Unterhaltung

Es ist über weite Strecken ein Grottenkick, den die knapp über 3000 Zuschauer in der Pontaise geboten bekommen. Die Basler kontrollieren zwar das Spielgeschehen, aber wirklich gefährlich werden sie kaum. Und als sie dann dank einer Willensleistung von Michael Lang und Albian Ajeti doch noch in Führung gehen, hören sie auf Fussball zu spielen. Lausanne kommt innert Kürze zu mehreren guten Gelegenheiten. Erst Sekunden vor Schluss gelingt ihnen jedoch der Ausgleich durch Simone Rapp. Der FCB spielt derzeit nicht nur unattraktiv, sondern vor allem auch sehr erfolglos. Weil er immerhin mal wieder ein Tor schiessen konnte, gibt es – mit ein bisschen gutem Willen – drei «Burstreckys». 

Jugend

Nachdem Ricky van Wolfswinkel den Ball in Luzern aus kürzester Distanz übers Tor haute, darf in Lausanne Albian Ajeti beginnen. Der Spieler aus dem Basler Nachwuchs macht eine starke Partie, läuft nicht nur ungemein viel, sondern bereitet auch das Tor von Michael Lang vor. Taulant Xhaka ist zwar kein Jungspund mehr, aber immerhin ein Urbasler. Er kehrt ins Team zurück, nachdem er zuletzt gegen Manchester City und gegen den FC Luzern gesperrt zuschauen musste. Die Basler Jugend vertritt ausserdem Samuele Campo, der eine knappe Viertelstunde vor Schluss für Serey Die weichen muss. Wicky wollte den Sieg sichern, was gründlich schiefgeht. Wir geben drei «Burstreckys».

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