«Burstreckys»
Nach dem 2:2 gegen YB steigt das FCB-Barometer in der Kategorie Unterhaltung deutlich

Die neue Führung um Bernhard Burgener hat sich das Spektakel und die Jugendförderung auf die Fahne geschrieben. Wir messen nach jedem Spiel, wie gut der FCB in den beiden Kategorien abschneidet.

Sébastian Lavoyer
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Luca Zuffi und Valentin Stocker kämpfen um den Ball

Luca Zuffi und Valentin Stocker kämpfen um den Ball

Keystone

FCB-Trainer Raphael Wicky sprach vom Spiel der letzten Chance. Dann spielen die Basler in Bern 2:2 und trotzdem will der FCB-Trainer nicht zum Titel gratulieren. Weil er vieles gesehen hat, das in seinem Sinn war. Weil der FCB gefährlicher war als in fast allen Spielen 2018. Es war ein Lebenszeichen der Basler, ein Punkt für das Konzept der neuen Führung. Mehr Spieler aus dem eigenen Nachwuchs, mehr Unterhaltung – das kündeten Bernhard Burgener und Marco Streller im Sommer an.

Wir nehmen die neue Führung beim Wort und beurteilen auch die gestrige Partie. In Anlehnung an Präsident Bernhard BURgener, Sportchef Marco STREller und Trainer Raphael WiCKY vergeben wir pro Kategorie zwischen 1 und 10 «Burstreckys».

Unterhaltung

Was der FC Basel und YB am Ostermontag auf den Kunstrasen zaubern, ist beste Werbung für den Schweizer Fussball. Das Fallrückzieher-Tor von YB-Star Guillaume Hoarau gleicht Taulant Xhaka mit einem Hammer ins Lattenkreuz aus 25 Metern aus. Danach geht Basel direkt nach der Pause durch Marek Suchy in Führung. YB dreht auf, kommt durch Christian Fassnacht zum 2:2. Es geht weiter in diesem Rhythmus. Chancen auf beiden Seiten. Doch vor allem weil Valentin Stocker zweimal allein vor Marco Wölfli verstolpert, bleibt es beim Unentschieden. So stark aber hat sich der FCB in der Meisterschaft 2018 noch nie gezeigt. Das verdient 9 Burstreckys.

Jugend

Wirklich jugendlich ist die Startaufstellung der Basler nicht. Blas Riveros (20) und Albian Ajeti (21) sind die Jüngsten zu Beginn. Immerhin stehen mit Fabian Frei, Valentin Stocker, Albian Ajeti und Taulant Xhaka vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs auf dem Platz. Und dann ist es Xhaka, der mit einem Gewaltsschuss den Ausgleich macht. Für den Schlussspurt bringt Wicky noch einmal jüngere Kräfte, wechselt Kevin Bua (24) und Dimitri Oberlin (20) ein. Weil er gleichzeitig Mohamed Elyounoussi (23) und Albian Ajeti rausnimmt, wird das Team aber sogar leicht älter. Weil immerhin ein Tor aus der rotblauen Talentschmiede kommt, gibts dafür 5 Burstreckys.

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