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Nach dem Aus von «Unseri Liga»: Ein Neustart für Basels Alternativliga

Vor dieser herrlichen Kulisse auf dem alten Landhof wird am kommenden Samstag wieder gekickt und Fussballkultur gelebt.

Vor dieser herrlichen Kulisse auf dem alten Landhof wird am kommenden Samstag wieder gekickt und Fussballkultur gelebt.

Nach dem Ende von «Unseri Liga» starten die Nachfolger am 1. Juni auf dem Landhof mit einem fast identischen Kickevent.

Vor dem Anpfiff gibt es am Samstag auf dem Landhof vor jedem Spiel ein Penaltyschiessen. Nicht wie üblich aus 11 Metern, sondern Eishockeystyle. Die Hobbykicker laufen vom Mittelpunkt aus alleine aufs Tor zu. Sobald ein Team trifft und das andere nicht, kann das Spiel 11 gegen 11 beginnen.

Unentschieden gibt es in der Alternativen Fussballliga Basel nicht. Gibt es nach Ablauf der 40 Minuten Spielzeit keinen Führenden, gewinnt das Team, das vor dem Spiel das Penaltyschiessen gewonnen hat.

Nur der Fussball zählt

Neu ist diese Idee nicht. Von 2004 bis 2017 gab es in Basel die «Unseri Liga». Schon damals traf man sich an ein paar wenigen Wochenenden zu Spieltagen für zwei bis drei Spiele gegen andere alternative Fussballteams. Dabei steht damals wie heute die ursprüngliche Form des Fussballs im Mittelpunkt.

Es gibt keine Sponsoren, keine bezahlten Schiedsrichter und fliegende Wechsel. Wenn ein Team zu wenige Spieler hat, dürfen besonders motivierte Kicker aus anderen Mannschaften gerne aushelfen. Es geht grundsätzlich nur um den Fussball, den sportlichen Wettkampf und das gemütliche Beisammensein zwischen und vor allem nach den Spielen.

Zu Höchstzeiten nahmen 22 Mannschaften an der «Unseri Liga» teil. Es gab sogar Wartelisten. Vor zwei Jahren zogen sich die Verantwortlichen zurück. Doch das Ende der «Unseri Liga» bedeutete nicht das Ende des alternativen Fussballs in Basel. 2018 führte Rodrigo Krönkvist das Turnier unter dem Namen «The League formely known as Unseri Liga» mit neun Teams in Eigenregie durch.

Ursprüngliche Form kultivieren

In diesem Jahr hat Krönkvist Unterstützung erhalten. Basels Alternative Fussballliga plant einen Neustart. In Zukunft stellt jedes teilnehmende Team ein Mitglied ans Organisations-Komitee. Via Gruppenchat werden die einzelnen Aufgaben dann verteilt. Zum OK 2019 gehören auch Nicolas Gysin von den Hagebuechekickers und Thomas Mani von Union Basel. Letzter sagt:

«Bern und Zürich haben auch gute Alternativligen. Da wäre es doch gelacht, wenn eine Fussballstadt wie Basel das nicht auch bieten könnte.» Gysin ergänzt: «Hier gibt es genügend Leute, die zwar nicht jedes Wochenende im Verein spielen können, aber trotzdem Lust haben, zu kicken.» Der erste von drei Spieltagen findet am Samstag auf dem Landhof statt. Neun Mannschaften haben sich angemeldet. Für das leibliche Wohl sorgt die Fussballkulturbeiz Didi Offensiv.

Zusammen wollen die neuen Verantwortlichen Jahr für Jahr wachsen. Vor allem in Zeiten, wo sich viele Fussballvereine immer weiter von der Basis entfernen, braucht es Events wie die Alternative Fussballliga Basel. «Hier wird die ursprüngliche Form des Sports kultiviert», sagt Gysin. Nur das Penaltyschiessen vor dem Spiel hat so gar nichts Ursprüngliches an sich.

Kontakt, Spielplan und weitere Infos gibt es hier.

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