Immer, wenn der FC Basel in der jüngsten Vergangenheit seine Gegner in der Champions-League-Gruppenphase zugelost bekam, stellte sich zu allererst diese eine Frage: Hat der FC Basel Chancen, sich für die K.o-Phase zu qualifizieren? Realisten sagen heuer: nein. Wer mit PSG und Arsenal zwei europäische Topteams in seiner Gruppe hat, der darf höchstens mit dem dritten Rang rechnen. Diese Gruppe schmälert vielleicht die Chance, das Champions-League-Achtelfinal zu erreichen, das ja. Aber für die Fans ist sie ein Geschenk. Ähnlich sieht das FCB-Trainer Urs Fischer: «Mit Arsenal und PSG bekommen wir zwei Gegner, gegen die der FCB noch nie gespielt hat – das ist auch für unsere Fans ein Super-Los. Das sind zwei absolute Top-Klubs, insbesondere das Team von Paris Saint-Germain hat in der letzten Saison in der Champions League gezeigt, wie stark es ist.»

Emotionales Wiedersehen

Auch FCB-Präsident Bernhard Heusler ist von der Gruppenauslosung angetan. Er prognostiziert spannende Begegnungen mit PSG, einem Verein aus einer Weltstadt wie Paris. «Das Team dominiert die heimische Liga seit Jahren. Da der FCB im Dreiland zuhause ist finde ich es schön, dass jetzt auch unsere Nachbarn aus dem angrenzenden Frankreich die Chance bekommen, den Serienmeister aus der Ligue 1 live im Joggeli zu erleben.»

Emotionaler werden selbstverständlich die Duelle mit dem englischen Vizemeister Arsenal London, wo mit Granit Xhaka und Mohamed Elneny gleich zwei Ex-Basler angestellt sind. «Schön, diese beiden Menschen wieder zu treffen», meint Präsident Heusler dazu.

Auslosung ändert nichts an den Zielen

Gleichzeitig weisen die FCB-Verantwortlichen aber auch darauf hin, die Bulgaren aus Rasgrad nicht zu vergessen. «Wir sollten Ludogorets Razgrad auf keinen Fall unterschätzen», meint Fischer, «Schliesslich hat sich der Club für die Champions League qualifiziert, und auf diesem Niveau gibt es mit Sicherheit keine einfachen Gegner.»

Zur Zielsetzung in dieser Gruppe äusserte sich vor allem Präsident Heusler klar: «Unser Ziel ist europäisch zu überwintern. Wir hatten dieses Ziel schon vor der Auslosung, das hat nichts mit den zugelosten Gegnern zu tun. Wir wollen unseren Fans auch im Frühjahr 2017 spannende Partien auf europäischer Bühne bieten.»