Die Baselbieterinnen verloren ihr Heimspiel gegen das rumänische Spitzenteam von Stiinta Bacau im Tiebreak mit 2:3 Sätzen. «Wir haben es nach zwei klar gewonnenen Sätzen verpasst, den Sack zuzumachen. Mit zögerlichem Angriffsspiel und einigen glücklosen Aktionen haben wir den Gegner wieder aufgebaut», sagte nach der aufwühlenden Partie eine schwer enttäuschte Madlaina Matter. Noch deutlicher wurde Trainer Vollmer: «Wenn der Gegner am Boden liegt, dann musst du ihn unten halten und ihm nicht noch beim Aufstehen behilflich sein.»

Weitere wichtige Spiele stehen an

Doch in Trauer zurückblicken geht nicht. Für die Mannschaft um Capitaine Tess von Piekartz und Topskorerin Nicole Walch stehen am Wochenende gleich zwei wichtige Matches auf dem Programm: In der Meisterschaft ist am Samstag (17.00 Uhr, Löhrenacker) VFM Franches Montagnes zu Gast. Die Jurassierinnen haben ihren langjährigen, erfolgreichen Trainer Romeu Filho verloren. Er warf letzte Woche entnervt das Handtuch und gab seinen sofortigen Rücktritt bekannt. Der Zweitletzte der Nationalliga-A-Tabelle kämpft verbissen um die Playoff-Qualifikation und benötigt daher jeden Punkt.

Von einem Spaziergang für die Birstalerinnen auszugehen, wäre daher falsch und gefährlich. Am Sonntag steht dann bereits ein nächster Saison-Höhepunkt an: Das Los wollte es so, dass die beiden zurzeit besten Schweizer Volleyballmannschaften, Volero Zürich und Sm’Aesch Pfeffingen, im Schweizer Cup bereits im Viertelfinale aufeinandertreffen und daher so etwas wie ein vorgezogenes Finale spielen (17.00 Uhr, Im Birch, Zürich).

Volero mit Medical-Transfer

Der Zürcher Verein mit Präsident Stav Jacobi hat auf die nicht seinem Geschmack entsprechenden Leistungen reagiert und wegen des verletzungsbedingten Aus von Top-Star Rosir Calderon einen sogenannten Medical-Transfer getätigt. Dadurch kann eine verletzte Spielerin noch bis zum 31. Januar 2018 transfermässig ersetzt werden. Und es sieht ganz danach aus, als dass der umtriebige Volero-Macher Jacobi nochmals einen Trumpf aus dem Ärmel schütteln würde.

Noch ist nicht bekannt, wer Calderon ersetzen wird, aber schon die Namen der möglichen kurzfristigen Zuzüge flössen der Konkurrenz Angst und Schrecken ein. Mit der letztjährigen Topskorerin Olesia Rykhliuk, Foluke Akinradewo und der Weltklasseangreiferin Tijana Boskovic stehen drei überdurchschnittliche Spielerinnen auf dem Volero-Wunschzettel. Wer es letztlich sein wird, zeigt sich spätestens Ende Januar. Dass es allerdings auch noch ohne Verstärkung klappt, bewiesen die Zürcherinnen in der Champions League, wo man am Donnerstag den polnischen Vertreter aus Rzeszow mit 3:0 Sätzen besiegte und sich damit die Chancen auf ein Weiterkommen wahrte. Es ist nicht damit zu rechnen, dass die Verstärkung schon gegen Sm’Aesch zum Zug kommen wird.