Volleyball NLA
Nach der Saison ist vor der Saison – Sm'Aesch Pfeffingen blickt zuversichtlich in die Zukunft

Die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen dürfen auf die erfolgreichste Saison seit Vereinsgründung im Jahr 2000 zurückblicken.

Paul Ulli
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Sm'Aesch darf trotz der Niederlage gegen Volero Zürich mehr als zufrieden sein.

Sm'Aesch darf trotz der Niederlage gegen Volero Zürich mehr als zufrieden sein.

Keystone

Mit dem letzten Punkt zum 15:6 im Tiebreak und dem 3:2-Sieg beendete Volero-Angreiferin Foluke Akinradewo am Mittwochabend die Saison von Sm’Aesch Pfeffingen. Dennoch durfte beim Baselbieter Volleyballclub zu Recht gejubelt werden.

Trotz dem letztlich wenig überraschenden 0:3 in dieser Best-of-Five-Serie im Playoff-Finale gegen das seit nunmehr 185 Spielen auf Schweizer Ebene ungeschlagene Volero Zürich darf das Team des scheidenden Head-Coaches Timo Lippuner mit seinen Leistungen mehr als zufrieden sein. Sicher lautete das Ziel vor Beginn der Meisterschaft nach der Silbermedaille des letzten Jahres erneut das Erreichen eines Medaillenplatzes und wenn immer möglich auch in den Cupfinal vorzustossen. Doch im Sport ist selten alles planbar.

Trotzdem erreichte die Mannschaft um die brasilianische Capitaine Barbara Duarte die hochgesteckten Ziele, war von Anfang an auf allen Ebenen bereit und beendete die Qualifikationsrunde nach 27 Spielen auf dem zweiten Platz, setzte sich in den Viertel- und Halbfinal-Playoffs problemlos durch und spielte wie schon letztes Jahr gegen Volero um den Titel.

Ausgezeichneter Teamgeist

Ausschlaggeben für die letztlich ausgezeichnete Leistung waren bei der Sm’Aesch-Mannschaft Ausgabe 2016/17 diverse Komponenten. Um den hervorragend harmonierenden Staff mit Trainer Lippuner, seinem lettischen Assistenten Agris Leitis – er wird in der neuen Saison Cheftrainer bei Köniz – Athletik-Trainer Jürgen Schreier und Scout Harald Gloor fand sich das aus jungen Schweizer Spielerinnen und routinierten Ausländerinnen gut gemixte Team rasch.

Die mitgereisten Fans verabschieden Sm'Aesch nach der Finalniederlage.

Die mitgereisten Fans verabschieden Sm'Aesch nach der Finalniederlage.

Keystone

Sm’Aesch dominierte die Gegnerschaft – mit Ausnahme des Zürcher Überteams, das den 12. Meistertitel feiert. Im Sog der sogenannten Stammformation mit der holländischen Passeuse Tess von Piekartz, Duarte, Anu Ennok, Maja Storck, Topscorerin Laura Künzler, Mittelblockerin Monika Smitalova und Libera Thays Deprati wussten sich auch die Reservistinnen Ralitsa Vasileva, Madlaina Matter, Samira Sulser, Roxana Wenger und Alexandra Lorenz zu steigern und konnten – wenn nötig – praktisch 1:1 eingewechselt werden.

Schon fast ein Neustart

Doch nach den unzähligen Selfies, Unterschriften und Interviews unmittelbar nach der Siegerehrung in der Sporthalle Im Birch in Oerlikon und dem gemeinsamen mitternächtlichen Abendessen zusammen mit den vielen fleissigen und unverzichtbaren Helfern rund ums Team, schweiften die Gedanken vieler Akteurinnen bereits voraus auf die neue Saison.

Sicher ist, dass der erfolgreiche Coach Lippuner nach dreieinhalb Jahren in Aesch die Herausforderung Bundesliga annimmt und zu den Roten Raben Vilsbiburg wechseln wird. Auch für Deprati, Duarte, Vasileva und Smitalova geht die Zeit bei Sm’Aesch Pfeffingen zu Ende. Auch die Zukunft von Künzler ist noch nicht geregelt, denn die Angreiferin sieht ihre Zukunft früher oder später im Ausland.

Doch der neue Cheftrainer Andreas Vollmer kann rund um die Schweizer Nationalspielerinnen Storck (18 Jahre), Matter (20), Sulser (21), der Estin Ennok (24) und Zuspielerin von Piekartz (25) sowie der jungen Walliserin Libera Lorenz und entsprechenden Neuzuzügen wieder eine schlagkräftige und erfolgreiche Mannschaft zusammenstellen.

Sicher liegt die von Lippuner gelegte Latte hoch, doch im Birstaler Verein mit Präsident Werner Schmid ist man auch nach der schon fast traumhaften Saison weiterhin sehr zuversichtlich.

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