Der Spielverlauf: Erst Traumstart, dann Flaute 

Wer im Zürcher Verkehr feststeckte und darum zu spät im Stadion eintraf, ist nicht zu beneiden. Denn bereits nach 17 Minuten ist die Messe im Letzigrund gelesen: Der FC Basel führt mit 3:0 gegen inexistente Grasshoppers und darf sich fortan auf dem schnell erarbeiteten Vorsprung ausruhen.

Nachdem es zuerst die Hoppers waren, die loslegten wie die Feuerwehr und den FCB mit starkem Pressig unter Druck setzten, brachte die 6. Spielminute die Wende. Kevin Bua setzte sich auf dem linken Flügel durch und lancierte Albian Ajeti. Dieser erhielt von der GC-Defensive um seinen Bruder Arlind bestenfalls Geleitschutz und behielt das Auge für den mitgelaufenen Luca Zuffi, der seine pfannenfertige Vorlage nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte. Das Tor versetzte die Hoppers in eine Schockstarre, welche sie bis zum Schluss nicht mehr ablegen konnten.

Nur fünf Minuten später jubelte der FCB erneut. Eder Balanta wuchtete den Ball nach einer Bua-Ecke per Kopf unter die Latte. Ein Tor mit Seltenheitswert für die Mannschaft von Marcel Koller, die nach Eckbällen zu den statistisch schwächsten Offensiven der Liga zählt. Kaum hatte der mitgereiste FCB-Anhänger ausgejubelt, trafen die Gäste erneut. Der Torschütze diesmal: Ricky van Wolfswinkel.

Im zweiten Durchgang passierte lange nicht mehr viel. Die Grasshoppers fokussierten sich auf Schadensbegrenzung, der FCB nahm diesen Nichtangriffspakt lange an. Nur vereinzelte Highlights, wie ein verschossener Elfmeter von Fabian Frei, garnierten eine durchzogene zweite Halbzeit. Der späte Anschlusstreffer von Rhyner war letztlich nicht mehr als Resultatkosmetik.

Der Beste: Kevin Bua

Das 1:0 eingeleitet, das 2:0 vorbereitet und den Elfmeter in der 2. Halbzeit herausgeholt. Der Leistungsausweis von Kevin Bua kann sich sehen lassen. Der Flügelspieler machte auf seiner linken Seite durchgehend Dampf und zeigte den GC-Abwehrspielern ihre Grenzen auf. Die Chance, selbst auch noch einen Treffer beizusteuern, liess er in der 62. Minute im Duell mit Lindner liegen.

Was sonst noch zu reden gab: Das Ajeti-Bruderduell

Basel-Stürmer Albian gegen GC-Innenverteidiger Arlind. Das Ajeti-Bruderduell war im Vorfeld der Partie die Geschichte schlechthin. Nur einmal kann Arlind in diesem Duell punkten: In der 17. Minute grätscht er seinem Bruder den Ball mustergültig vom Fuss. Dumm nur, dass die Kugel genau beim einschussbereiten Ricky van Wolfswinkel landet. In der Pause muss Arlind aufgrund einer Schulterblessur raus. Klarer Punktesieger im Ajeti-Duell darum: Albian.

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