Mehr Eigengewächse, besserer Fussball – so könnte man etwas verkürzt zusammenfassen, was Präsident Bernhard Burgener sich auf die Fahne schrieb, als er vergangenen Sommer FCB-Präsident wurde. Den Weg ist man ziemlich konsequent gegangen.

Im Winter holte man gleich drei Spieler mit FCB-Vergangenheit zurück. Man wollte zur grossen Aufholjagd blasen und alte Zeiten aufleben lassen. Das ist gründlich schiefgegangen. Das 0:1 gestern gegen den FC Luzern war die dritte Niederlage im vierten Meisterschaftsspiel 2018.

FCB-Barometer

Trotzdem nehmen wir die neue Führung beim Wort und beurteilen auch die gestrige Partie. In Anlehnung an Präsident Bernhard BURgener, Sportchef Marco STREller und Trainer Raphael WiCKY vergeben wir pro Kategorie zwischen 1 und 10 «Burstreckys».

Unterhaltung

Der tiefe Boden hat die Partie geprägt – und das nicht im Positiven. Der FCB hätte das Spiel gestalten müssen, bleibt aber entweder im Schlamm stecken oder am Gegner hängen. Die tief stehenden Luzerner machen nicht nur die Räume eng, sondern sie kontern auch blitzschnell. Damit kommt der FCB bis zum Schluss nicht klar.

Der FCL dagegen hätte gut noch ein zweites Tor schiessen können, scheitert jedoch entweder am eigenen Unvermögen, Goalie Vaclik oder der Torumrandung. Basel kommt einzig durch Ricky van Wolfswinkel zu einer gefährlichen Aktion. Bezeichnend, dass der Holländer den Ball aus kürzester Distanz weit übers Tor haut. Schwach und deshalb zwei «Burstreckys».

Jugend

Blas Riveros (20) darf nach seinem starken Auftritt in der Champions League auch in der Meisterschaft wieder einmal von Beginn weg ran. Er ist mit Abstand der jüngste Mann in der Startelf. Der zweitjüngste ist mit Kevin Bua schon vier Jahre älter.

Kommt hinzu, dass zu Beginn der Partie nur gerade zwei Spieler mit FCB-Vergangenheit auf dem Platz stehen (Frei und Campo). Wicky wechselt mit Albian Ajeti (21), Dimitri Oberlin (20) und Neftali Manzambi (20) drei junge Spieler ein, zwei davon aus der rotblauen Talentschmiede. Auf die Erfolgsspur findet der FCB trotzdem nicht. Gibt zwei «Burstreckys».