Rugby
Nach Niederlage: Schicksalsspiel statt Klassenerhalt

Der RFC Basel verliert gegen Lausanne und muss nun in der Relegation um den Verbleib in der Nationalliga A zittern. Gegner wird der NLB-Zweite Neuchâtel sein.

Jan Arnet
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Die Basler müssen nun gegen Neuchatel um den Ligaerhalt rennen.

Die Basler müssen nun gegen Neuchatel um den Ligaerhalt rennen.

Giuseppe Esposito

Strahlende Sonne, blauer Himmel, 32 Grad. Was wünscht man sich mehr an einem Samstagnachmittag. Für Rugbyspieler, die 80 Minuten lang pausenlos dem Ei nachrennen und andauernd in körperliche Kampfduelle verwickelt werden, sind solch hohe Temperaturen aber mehr ein Krampf als ein Genuss.

Krampfen musste der RFC Basel am Samstag auf der Pruntrutermatte vor rund 100 Zuschauer um den Klassenerhalt der NLA. Mit einem Sieg hätte der Verbleib in der höchsten Schweizer Rugby Liga definitiv besiegelt werden können. Das entscheidende, letzte Saisonspiel verloren die Basler aber gegen Lausanne und beenden die Saison auf dem neunten und somit zweitletzten Platz, welcher der Einzug in die Relegation bedeutet.

Fehlende Kondition

Die Niederlage gegen Lausanne war sehr bitter, war man doch so gut in die Partie gestartet. Basel schien das Spiel zu Beginn im Griff zu haben und konnte mit einem Versuch schnell in Führung gehen. Danach nahmen aber die Westschweizer das Zepter in die Hand und drehten das Spiel noch vor der Pause. «Wir hatten starke erste 20 Minuten. Es war aber extrem heiss und uns mangelte es an der Kondition. Schliesslich konnten wir dem Gegner nur noch nachtraben, weil uns die Kraft zum Sprinten fehlte», versucht Adriano Biasini, Spieler der dritten Reihe bei Basel, nach dem Spiel zu erklären.

Die Westschweizer profitierten zudem von vielen unnötigen Ballverlusten der Basler in der neutralen Zone. Nach der Führung liess Lausanne nichts mehr anbrennen und verwaltete den Vorsprung clever. Das Spiel endete mit 23:10 für die Westschweizer.

Gegen Neuchâtel gefordert

Im alles entscheidenden Relegationsspiel treffen die Basler auf Neuchâtel, das die NLB-Meisterschaft auf dem 2. Rang abschliessen konnte.

Gegen die Neuenburger braucht es eine deutliche Leistungssteigerung, weiss Biasini: «Die ganze Saison durch verfolgte uns das konditionelle Problem. Wir hatten praktisch in jedem Spiel einen guten Start, schafften es aber meist nicht das Tempo durchzuziehen und fielen wie ein Kartenhaus zusammen. Zudem fehlt uns die gute Kommunikation. Nun müssen wir hart trainieren und in der Defensive stabiler werden.»

Immerhin: Im Schweizer Cup stehen die Basler im Viertelfinale. Der Fokus bleibt aber weiter auf dem Saisonziel Klassenerhalt. «Zuerst kommt das Spiel gegen Neuchâtel. Ich bin zuversichtlich und denke, dass wir dieses Ziel erreichen werden. Danach haben wir genug Zeit, uns auf den Cup konzentrieren,» sagt Biasini.