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Nach Suchy-Sperre: Die vier Optionen von FCB-Coach Raphael Wicky in der Innenverteidigung

Im Spiel gegen Lugano am Sonntag flog Marek Suchy bereits zum dritten Mal in dieser Saison vom Platz. Weil auch Eder Balanta gegen den FCZ nicht eingesetzt werden kann, muss Raphael Wicky in der Innenverteidigung umstellen. Wir erklären die vier Varianten.

Céline Feller
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Nach 24 Minuten sah Marek Suchy Rot – und bringt mit seiner Sperre gegen den FCZ nu seinen Trainer in Nöte.

Nach 24 Minuten sah Marek Suchy Rot – und bringt mit seiner Sperre gegen den FCZ nu seinen Trainer in Nöte.

Keystone

Es ist ein folgenschwerer Stolperer von Marek Suchy: der FCB-Captain kommt am Sonntag im Duell gegen den FC Lugano im Zweikampf mit Alexander Gerndt mit dessen Beinen in Berührung, aus dem Gleichgewicht und foult den aufs Tor ziehenden Gerndt. Suchy fliegt vom Platz und fehlt nun aufgrund einer Sperre seiner Mannschaft – zum dritten Mal in dieser Saison.

«Für einen Mann mit seiner Erfahrung ist das klar zu viel», sagt Raphael Wicky dazu. Ist es dieses Mal eine «unglückliche Aktion», wie Wicky es nennt, stört ihn eher, wie Suchy in der Hinrunde gegen Lausanne innerhalb von zwei Minuten zwei Mal Gelb gesehen hatte und vom Platz geflogen war. «Das finde ich schlimmer und das sollte erfahrenen Spielern nicht passieren. Da muss man, gerade als Verteidiger oder defensiver Mittelfeldspieler, als derer du oft im Zweikampf bist, schlau genug sein, den Fuss auch mal zurückzuziehen.» Solche Dinge spreche er natürlich auch mit dem Spieler an.

Option eins: Kaiser kommt zum Debüt

Die jetzige Sperre für das Nachholspiel gegen den FCZ trifft den FCB aber noch schwerer als damals im Herbst. Weil das Spiel für Eder Balanta noch zu früh kommt, stehen Wicky mit Léo Lacroix und Yves Kaiser lediglich zwei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung. Letzterer stammt aus dem Nachwuchs und ist noch ohne Super-League-Erfahrung. Im Nachgang des Lugano-Spiels meinte Wicky, dass man jungen Akteuren wie eben einem Kaiser kein Geschenk mache, sie in einem Duell wie dem Klassiker erstmals einzusetzen. Also fällt die Dreierkette mit Lacroix, Kaiser und Fabian Frei als Möglichkeit weg.

Option zwei: Lang rückt nach innen, Manzambi übernimmt für ihn auf rechts

Die Ausführungen Wickys zu Kaiser bedeuten auch, dass eine weitere Option entfällt: jene, bei der Michael Lang in die Innenverteidigung rückt – was er beispielsweise auswärts bei St. Gallen getan hat – und Neftali Manzambi die Position von Lang auf der rechten Seite im Mittelfeld im 3-4-3 übernimmt. Auch für Manzambi wäre die Affiche gegen den FCZ wohl zu gross, als dass man ihm ein Geschenk machen würde mit einem Einsatz.

Option drei: Xhaka in die Dreierkette

Wenn wir bei der Dreierkette bleiben, gäbe es noch die Option, die beiden nominellen Sechser Fabian Frei und Taulant Xhaka eine Linie zurück zu ziehen und an die Seite Léo Lacroixs zu stellen. Dann müsste der Trainer aber das Erfolgsduo auf der Doppelsechs, Xhaka und Luca Zuffi, trennen und noch mehr Unruhe und Rotation in eine Mannschaft bringen, die sich doch endlich gefunden hatte in den letzten Partien.

Option vier: Die Lugano-erprobte Lösung

Daher spricht viel mehr für die simpelste aller Lösungen, und vor allem für jene, die sich in Lugano nach Suchys Platzrverweis bewährt hatte: eine Umstellung auf eine Viererkette, in deren Zentrum Frei und Lacroix spielen.

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