Der Ettinger Friedrich Dähler startete das erste Mal bei einem Ultracycling Rennen und dies bei der legendären Tortour. Zur «Angewöhnung» an die im Gegensatz zu den Bikemarathons viel längeren Distanzen startete er auf der kurzen Tortourstrecke über 590 Kilometer mit 8500 Höhenmetern.

Start mitten in der Nacht

Nach dem Startschuss kurz vor ein Uhr am Freitag in Schaffhausen führte die Strecke bei teils heftigem Gegenwind nach Chur. Friedrich Dähler, der in diesem Jahr schon in der Team-Kategorie am Gigathlon triumphierte, spulte die 180 Kilometer unter 5 Stunden ab und lag dort an 4. Position.

Stark in den Steigungen

Sein Streckenabschnitt sollte aber erst folgen. Mit Oberalp, Susten, Brünig und Glaubenberg folgten vier Passübergänge, an welchen der Goldwurst-Power Trek-Teamfahrer Zeit und Ränge gutmachen konnte. Auf dem Glaubenberg lag Dähler bereits an 2. Stelle und sein Rückstand auf den Führenden lag unter 4 Minuten.

Aufschluss bei Kilometer 540

Im Siglistörferstutz bei Kilometer 540 konnte er zum Führenden früheren Phonak-Strassenprofi Dani Schnider aufschliessen. Ab diesem Moment begannen die taktischen Geplänkel und gegenseitige Angriffe. Beide schenkten sich nichts, doch kam bis 15 Kilometer vor dem Ziel in Schaffhausen keiner entscheidend weg.

Grosser Sportsgeist

Der Respekt vor der gegenseitigen Leistung war sehr gross, sodass sich Dähler und Schnider auf den gemeinsamen Sieg einigten und zusammen ins Ziel einfuhren. Nach 18:12 Stunden durchquerten sie den Zielbogen Hand in Hand.