Super League

Nachgedoppelt: Der FCB schlägt auch den FC Sion deutlich

Der Höhenflug hält an: Der FCB schlägt auch Sion deutlich.

Der Höhenflug hält an: Der FCB schlägt auch Sion deutlich.

Hammer und Heber bei Basel, Harmlosigkeit bei Sion: Der FCB gewinnt gleich mit 4:0 und bleibt dank des deutlichen Sieges an der Spitze und YB dran.

Ein Sieg gegen den Leader, wie ihn der FC Basel vor Wochenfrist gegen YB feiern konnte, ist immer ganz besonders schön. Auch über seine Wichtigkeit muss nicht diskutiert werden. Ein solcher Triumph gewinnt aber insbesondere dann an Wert, wenn im nächsten Spiel nachgedoppelt werden kann. Genau so, wie die Bestätigung eines Breaks im Tennis immer von grosser Bedeutung ist.

Mit dieser Aufgabe der Bestätigung des vorwöchentlichen Sieges steigt der FCB am Sonntag in das Duell gegen den FC Sion. Und so viel sei vorne weg genommen: Die Basler werden die Pflicht am zweitletzten Hinrunden-Spieltag erfüllen. Mehr gar: Sie lassen der Pflicht eher eine Kür folgen. 4:0 heisst es am Ende auf der Anzeigetafel. Das Resultat ist in seiner Höhe und Deutlichkeit verdient und korrekt. Viel eher fällt es für den FC Sion gar noch etwas schmeichelhaft aus.

Genauso wie Bayern München, nur besser

Dass der Liga-Zweite gegen den Gast aus dem Wallis so klar gewinnen würde, ist in der Anfangsphase aber nicht zu erwarten. Im Vergleich zur Vorwoche ist der FCB nicht gleich von der ersten Sekunde an bereit. Er braucht rund zehn Minuten, um anzukommen in diesem Spiel.

Und auch wenn ab dann klar ersichtlich ist, wer das Diktat übernimmt, so lässt der FCB gewisse Tugenden vom YB-Spiel vermissen: Präzision - vor allem im letzten Drittel - sowie die Effizienz vor dem Tor. Der Chancenwucher, er zieht sich durch die ganze Partie. In dieser Deutlichkeit kennt man ihn zuletzt vor allem von Bayern München. Nur: Im Vergleich zum Deutschen FCB gewinnt der Schweizer FCB am Ende seine Spiele trotzdem - und bleibt auch noch an der Tabellenspitze dran.

Zu verdanken haben die Basler dies einer gefühlt im Minutentakt folgenden Steigerung. Und einem Auftakt zum Torreigen, von dem der geneigte Fan so schnell nicht genug kriegen wird: Nachdem Taulant Xhaka den Ball zu Eray Cömert zurück legt, donnert dieser das Spielgerät aus gut 30 Metern an die Lattenunterkante und von dort aus ins Tor. Ein wunderbarer Treffer. «Ich habe gesehen, dass ich viel Raum vor mir habe und weiss, dass ich einen guten Schuss habe. Und dann habe ich ihn einfach perfekt getroffen», erklärt Cömert das Traumtor aus der 23. Minute aus seiner Perspektive.

Sion und die Chancenlosigkeit

So wichtig das punktemässige Nachdoppeln in diesem Spiel ist, so wichtig ist es gegen ein unberechenbares Sion in Form von Toren auf dem Platz. Nur tut sich der FCB damit sehr lange sehr schwer. Arthur Cabral und Valentin Stocker versemmeln in den Minuten nach dem ersten Tor gute Chancen. Welche, die man normalerweise machen sollte. Aber es sind auch diese zwei Akteure, die nach einem herrlichen Pass in die Tiefe von Stocker und einem formvollendeten Heber von Cabral über Kevin Fickentscher für das 2:0 mit dem Pausenpfiff sorgen.

Nach der Halbzeit doppelt Cabral, der erneut den Vorzug vor Kemal Ademi erhalten hat, dann gleich selbst nach und erhöht auf 3:0, bevor Afimico Pululu mit seinem FCB-Premieren-Tor für den 4:0-Schlusstand sorgt. Während der FCB nach dem Spiel zurecht von seiner guten defensiven Organisation sowie einer grossen, sichtbaren Spielfreude spricht, ist Sion schlicht eine Enttäuschung.

Von den starken Individualisten, vor denen Marcel Koller vor der Partie warnte, war in einem durchs Band schwachen Kollektiv absolut nichts zu sehen. Nicht einen einzigen Schuss bringt Sion auf das Tor von Jonas Omlin, derweil der FCB gleich 20 Versuche abgibt. «Wir hatten heute einfach keine Chance», bilanzierte so auch Sion-Coach Christian Zermatten.

Damit hält der Basel-Fluch für Sion an. Seit 34 Liga-Spielen resultierte kein Sieg mehr. Und der FCB? Der freut sich über weiterhin nur einen Punkt Rückstand und die «Bestätigung des YB-Spiels», wie es Cömert sagt. Oder in den Worten von Luca Zuffi: «Dieser Sieg war sehr wichtig, sonst hätte jener letzte Woche ja nichts gebracht.»

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