Nachgefragt
Fabian Frei nach dem 1:1 gegen YB: «Bei uns sind die Körner früher zu Ende gegangen»

Fabian Frei erklärt, warum der FCB gegen YB vor allem zu Beginn Mühe hatte. Das Unentschieden findet er korrekt.

Aufgezeichnet: Simon Leser
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Fabian Frei ist nach dem Punktgewinn gegen YB zwiegespalten.

Fabian Frei ist nach dem Punktgewinn gegen YB zwiegespalten.

Marc Schumacher / freshfocus

Fabian Frei, Ihre Mannschaft holt gegen YB einen Punkt. Wie analysieren Sie das Spiel?

Fabian Frei: Ich glaube, dass das 1:1 das korrekte Resultat ist. Wir müssen anerkennen, dass YB in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft war, abgesehen von den letzten fünf Minuten. Nach der Pause hätten wir gerne noch ein zweites Tor erzielt.

War ihre Mannschaft nach der turbulenten Partie am Donnerstag gegen Hammarby in der ersten Halbzeit noch müde?

Nein, ich glaube einfach, dass die Berner mit all den Qualitäten, die sie haben, in das Spiel gegangen sind. Sie haben eine grosse Physis und arbeiten hart gegen den Ball. Wir haben uns so gut wie möglich gewehrt. Es ist ja auch nicht so, dass wir vor der Pause komplett unter die Räder gekommen wären. Aber YB war besser. In der zweiten Hälfte haben wir verdient den Ausgleich erzielt. Am Schluss haben wir aber schon gemerkt, dass wir am Donnerstag ein hartes Spiel hatten.

Wie bewerten Sie die rote Karte an Quentin Maceiras?

Ich habe es nicht genau gesehen und es ist schwierig zu beurteilen. Aber wenn er Cabral trifft, dann ist es eine gelbe Karte. Ich muss zugeben, dass es eine harte Entscheidung ist. Aber zum Glück bin ich kein Schiedsrichter.

Können Sie mit dem Punkt leben?

Es überwiegt noch die Enttäuschung, dass wir den Sieg nicht noch geholt haben. Aber mit den Voraussetzungen nach dem Hammarby-Spiel können wir mit dem Punkt leben. Der erste Teil der Meisterschaft ist jetzt abgeschlossen und wir stehen gar nicht mal so schlecht da.

Was denken Sie, wie die Partie ohne die rote Karte ausgegangen wäre?

Das ist hypothetisch. Auf das lasse ich mich nicht ein. Wenn YB das Tor nicht geschossen hätte, wäre es auch anders herausgekommen. Aber es ist klar, dass uns eine rote Karte für den Gegner hilft. Aber es gab auch schon Spiele, die YB zu zehnt gewinnen konnte. Deswegen ist der Punktgewinn nicht selbstverständlich und soll unsere Leistung in der zweiten Halbzeit auch nicht schmälern. Wenn wir es positiv anschauen, nehmen wir lieber den einen Punkt mit.

YB hatte am Dienstag ein schwieriges Spiel, der FCB am Donnerstag. Wie war der körperliche Unterschied?

Am Anfang ging es uns ähnlich. Ob man am Dienstag oder Donnerstag spielt, ist zweitrangig. Am Anfang hat man Mühe, reinzukommen. Dann geht es aber einigermassen. Bei uns sind die Körner am Schluss aber früher zu Ende gegangen als bei YB. Durch die rote Karte haben aber auch sie viel Energie aufgebraucht. Bei uns hat die nötige Präzision und der letzte Pass gefehlt.

Vor dem Spiel gab es eine grosse Choreografie. Wie war das Spiel emotional?

Wunderschön. Es ist das erste Mal, dass wir wieder richtig zurück in der Normalität sind. Das macht extrem Freude und ist vielleicht nochmals spezieller als vor der Pandemie, weil wir es noch mehr schätzen. So ist es schön, zu spielen.

Wo steht der FCB vor der Nationalmannschaftspause aus Ihrer Sicht?

Auf Platz Zwei.

Und sonst?

Hätte mich vor der Saison jemand gefragt, was das Ziel bis zur ersten Natipause wäre, dann wäre unsere aktuelle Position nicht weit davon entfernt.

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