Ab Oktober greifen die Starwings, als einziges Deutschschweizer NLA-Team, in die neue Saison ein. Dabei hat sich einiges getan. Denn neu ist, dass nur noch acht Teams die höchste Spielklasse bilden. Fünf Romands (Boncourt, Fribourg, Genf, Monthey, Neuchâtel) und zwei Tessiner Klub (Lugano, Massagno) sind die Widersacher des Arlesheimer-Birsfelder Kombinats. «Das Erreichen der Playoffs ist unser Ziel, denn in all den acht Jahren zuvor haben wir dies geschafft», sagt Klubpräsident Martin Spörri. Das ist ein hohes Ziel, denn heuer werden nur die ersten Vier die Playoffs erreichen. Es gab Jahre, wo acht von neun Teams die Ausmarchung um den Titel erreichten.

Litauer statt Amerikaner

Bei der Auswahl der Spieler sind die «Wings» neue Wege gegangen. Drei Litauer ersetzen die sonst obligaten amerikanischen Spieler. «Basketball und Litauen ist eine Symbiose. Wer in Litauen Spitzen-Basketball spielt, hat diesen Sport von Grund auf erlernt und ist willens, eine gute Defense zu spielen. Ausserdem trägt man den Kollektivgedanken in sich», weiss Starwings-Cheftrainer Marko Simic. Es ist bekannt ,dass viele Amerikaner primär auf ihre persönliche Statistiken Wert legen, da sie Jahr für Jahr durch Europa tingeln – immer auf der Suche nach einem noch besseren Vertrag. Ältester Spieler ist Arunas Vasiliauskas – mit seinen 28 Jahren ist der Litauer «jedoch im allerbesten Basketball-Alter», sagt Simic. Vorbei die Zeiten, wo physisch angeschlagene und athletisch ungenügende Spieler extra einen langsamen Trainings- und auch Spiel-Rhythmus anschlugen, um nicht unterzugehen «Das heutige, moderne Basket verlangt Explosivität, Kraft, Power», sagt Simic trocken.

Petkovic-Brüder als Hoffnungsträger

Dieser ist ein Verfechter des europäischen Basketballes. Hohe Intensität, aggressive Verteidigung und viele Rotationen, um den Rhythmus hoch zu halten. Dafür braucht es auch starke Schweizer Spieler. Und diese haben die Starwings gefunden. Die Gebrüder Miroslav und Stefan Petkovic gehören zur nationalen «Crème de la Crème» und ihnen wird die Verantwortung übertragen, den Part des Spielmachers zu übernehmen. Mit Rückkehrer Reto Schwaiger und Joël Fuchs, dem einzig verbliebenen Stammspieler der letzten Spielzeit (der Rest wurde bewusst ausgewechselt respektive ausgemustert), tragen zwei weitere Akteure das gelb-blaue Dress der Starwings, die ihre Nationalliga-A-Tauglichkeit längst bewiesen haben.

Gegner schwächer

Nach drei Trainingstagen ist es noch zu früh, die wahre Leistungsstärke der Starwings einzuschätzen. Sie sind mit Sicherheit stärker als letzte Saison – und die Konkurrenz ist automatisch schwächer geworden, denn die Rivalen mussten von fünf auf vier ausländische Profispieler abspecken, während die Unterbaselbieter im letzten Jahr meist eh nur mit zwei oder drei Profis spielten.