Rudern
Neue Sieger und ein Streckenrekord bei der 10. Ausgabe des Basel Head

Die jahrelange Dominanz der deutschen Boote bei den Männern und der Tschechinnen bei den Frauen wurde bei der 10. Ausgabe des BaselHead gebrochen.

Paul Ulli
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Spitzensport vor Traumkulisse: Das Basel Head fand bereits zum 10. Mal statt.

Spitzensport vor Traumkulisse: Das Basel Head fand bereits zum 10. Mal statt.

Detlev Seyb

Es war ein bitterkalter Start in den Jubiläums BaselHead-Tag. Bei 3 Grad Celsius kämpften am Samstagmorgen 59 Achter-Boote beim Sprint des Rois über 350 Meter um eine Übernachtung im Traditionshotel Les Trois Rois am Rheinufer. Die vielen Zuschauer auf der schönsten Rhein-Terrasse Europas und auf der Mittleren Brücke konnten den Sieg der U23 des Deutschland Achters bei den Männern und Nereus Amsterdam bei den Frauen beklatschen.

Der U23-Deutschland-Achter bei der Siegerehrung.

Der U23-Deutschland-Achter bei der Siegerehrung.

Detlev Seyb

Doch dieses rennmässige Warm Up war erst der Anfang einer äusserst spannenden und sportlich hochstehenden Ruderregatta auf dem Rhein mitten in Basel.

Streckenrekord bei der Mirabaud Classic

Da die beiden letztjährigen Elite-Siegerboote, der legendäre Deutschland-Achter bei den Männern und die Frauen von Great Britain Rowing, nicht am Start waren, wurde das Siegerpodest neu besetzt. Punkt 14.00 Uhr eröffnete dann der eigens für die Jubiläums-Ausgabe der BaselHead-Regatta zusammengestellte Europaen Eight bei den Männern das Classic-Rennen über 6,4 km mit der bei anderen Ruderrennen unüblichen und schwierig zu fahrenden Wende beim Kraftwerk Birsfelden.

Das international besetzte Boot mit dem Schweizer Europameister und Vize-Weltmeister Michael Schmid als Captain zeigte zwar eine ansprechende Leistung, konnte aber den letztlich doch überraschenden Sieg der Franzosen von Pole Nancy Chardon mit dem neuen Streckenrekord von 18’36’’64, der den bisherigen Rekord des Deutschland-Achters um fast fünf Sekunden unterbot, nicht verhindern und mussten sogar noch Dukla Prag rangmässig vorbeilassen.

Das französische Boot triumphiert in Basel vor wunderschöner Kulisse.

Das französische Boot triumphiert in Basel vor wunderschöner Kulisse.

Detlev Seyb

Französische Festspiele vor über 10000 Zuschauern

Da das französische Ruderzentrum in Nancy auch bei den U19 Junioren und den männlichen Masters, alle Ruderer über 27 Jahre, von den über 10000 Zuschauern entlang des Rheins als Sieger bejubelt wurden, reisen die Franzosen als grosse Gewinner nach Hause. Auch das Europaen Eight-Boot der Frauen mit Capitaine Jeannine Gmelin, der Schweizer Weltmeisterin und Olympia-Fünften, schaffte es nicht, die Siegprämie von 5000 Franken zu ergattern.

Diese ging an die Niederländerinnen von Nereus Amsterdam, welche den Schwung vom morgendlichen Sprint-Sieg in diesen wunderschön sonnigen Winternachmittag mitnehmen konnten.

Spitzensport vor Traumkulisse: Das Basel Head fand bereits zum 10. Mal statt.

Spitzensport vor Traumkulisse: Das Basel Head fand bereits zum 10. Mal statt.

Detlev Seyb

Zufriedenheit auf allen Seiten nach den Rennen

Nachdem auch das Letzte der total 107 Boote die Ziellinie bei der Klingental-Fähre überfahren hatte, konnten die Organisatoren ein sehr positives Fazit zur Jubiläums-Ausgabe des Basel Head ziehen.

Co-Präsidentin Sabine Horvath strahlte mit der Sonne um die Wette und resümierte: «Es war sowohl sportlich als auch wettermässig ein absoluter Supertag. Ein würdiges Jubiläum. Besser geht es fast gar nicht. Einmal mehr ging der Gross-Anlass unfallfrei über die Bühne, respektive über den Rhein. Etwas Pech hatten die erstmals teilnehmenden Spanier der Basque Rowing Federation, deren Boot einen Defekt erlitt und den heissblütigen Ruderern in kurzen T-Shirts früh alle Siegeschancen raubte.»